Fasnachtm Region Baden

Den Fasnächtlern geht der Nachwuchs nicht aus

Die Fasnachtsumzüge in Ennetbaden, Ehrendingen und Freienwil waren fest in Kinderhand. Neben den Klassikern wie Indianer, Cowboys und Prinzessinnen fanden sich unter den kleinen Fasnächtlern auch ein Clown-Duo, eine Biene Maja und ein Mini-Spiderman.

Schwerter sausten durch die Luft, Prinzessinnen tänzelten umher und von überall her regnete es Konfetti. Pünktlich um 14 Uhr versammelten sich gestern eine Schar von Eltern und Kindern auf dem Kirchenplatz in Ennetbaden. Der Umzug war nicht riesig, aber bunt und fröhlich. Die vielen Kinder sorgten für ausgelassene Stimmung. Spielend und tanzend folgten sie der Gugge «34er-Höckler» zum Schulhaus. Hintennach zottelten die Eltern. «Ich liebe es, Konfetti zu werfen», sagte ein Junge und liess das seinen Kollegen gleich spüren.

Ein paar unerschrockene Jungs liessen sich nichts sagen und führten den Umzug lieber gleich selber an. In der Turnhalle ging es mit dem Kinderball weiter. Kreischend stürzten sich die Kinder in die Konfettischlacht. Andere holten sich lieber zuerst einen Hotdog - zur Stärkung für einen aufregenden Nachmittag.

Ehrendingen: Spiderman im Wagen

Der vom katholischen und reformierten Frauenverein organisierte Kinderumzug in Ehrendingen fiel wegen der Sportferien heuer etwas kleiner aus als sonst. Rund 50 Kinder marschierten mit ihren Eltern durch die verschneite Winterlandschaft. Darunter waren Klassiker wie Indianer, Cowboys und Prinzessinnen auszumachen. Der Kälte trotzten aber auch eine kleine Biene Maja namens Alissa, die Clowns Massimo und Mauro und eine schüchterne kleine Bärin mit braunen Kulleraugen sowie ein Mini-Spiderman im Kinderwagen.

Den Corso vom Gasthof Engel Richtung Oberdorf zur Turnhalle wurde mit viel Tschingderassabum von den Gipsbachschluderi angeführt. Sie zählen mit ihren 47 Jahren zu den ältesten Guggenmusiken der Region. Ihr Motto «Joker» erinnert an den Batman-Film «The Dark Night». Im Vortrab überzeugte die Truppe sowohl optisch als auch musikalisch mit ihrer gekonnten Kakofonie. Gemäss Präsident Roman Schelling seien die fasnächtlichen Traditionen im Dorf zeitweilig etwas eingeschlafen und sollen künftig wieder mehr belebt werden.

Freienwil: Rutschbahn und Konfetti

Wie ein bunter Tatzelwurm bewegten sich grosse und kleine Freienwiler Narren am Montagnachmittag durch das frisch verschneite Dorf. Die Sikinga-Chlopfer von Untersiggenthal untermalten den farbenfrohen Kinderumzug mit ihren kakofonischen Klängen. Bevor das närrische Treiben in der dekorierten Mehrzweckhalle weiterging, wurde dem Freienwiler Bögg der Garaus gemacht. Jämmerlich verbrannte er vor einer eindrücklichen Zuschauerkulisse im Schnee.

Während die Freienwiler Landfrauen die Fasnächtler drinnen mit Kuchen, Kaffee und anderen warmen Getränken bewirteten, gab es für die kleinen unter den Narren nur noch eins: die Rutschbahn. Prinzessinnen, Eulen, Meerjungfrauen, Piraten, Feen, Cowboys liessen sich dieses Vergnügen nicht nehmen und rutschten unter Konfettiregen hinunter - die ganz Kleinen unter ihnen in die Arme ihrer Eltern. Andere bewegten sich elegant zur Musik oder robbten mit ihren Kostümen in den bunten Papierschnitzeln herum. Zum Abschluss des von den Landfrauen organisierten Kindernachmittags setzten die Sikinga-Chlopfer dem ausgelassenen Treiben das berühmte i-Tüpfelchen auf. «Für Fasnachtsnachwuchs ist in Freienwil gesorgt», freute sich Monika Hirschi, Präsidentin der Freienwiler Landfrauen, über den gelungenen Anlass.

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