Der Gubristtunnel soll von 4 auf 7 Spuren erweitert werden. Rund 4 Jahre dürfte die Bauzeit dauern und diese 4 Jahre bereiten dem Gemeinderat Würenlos grosse Sorgen. Denn während der Zeit erwartet er, dass noch mehr Auto- und Lastwagenfahrer das Furttal als Ausweichstrecke vom Limmattal in den Raum Zürich Nord benutzen. Alle Umfahrungsachsen führen durch die Gemeinde (Karte rechts). Um seiner Sorge Ausdruck zu geben und auf Schutzmassnahmen zu pochen, hat der Gemeinderat an Bund und Kanton geschrieben.

Astra will vorerst beobachten

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat der Gemeinde zugesichert, dass das Verkehrsgeschehen während der Bauzeit genau beobachtet werde. «Sollte sich wider Erwarten eine untolerierbare Zunahme des heute schon vorhandenen Ausweichverkehrs zeigen, müssten zusätzliche flankierende Massnahmen geprüft werden», antwortet das Astra. Während der Bauzeit, so teilt das Amt weiter mit, würden immer mindestens 4 Fahrspuren zur Verfügung stehen. Sämtliche Autobahnanschlüsse bleiben während der Bauphasen bestehen. Das Astra erwartet gegenüber dem heutigen Zustand keine Verschlechterungen.

Kanton hat noch nicht geantwortet

«In den vergangenen beiden Jahren hat Würenlos, als Randgemeinde zum Kanton Zürich, unter den negativen Verkehrsauswirkungen der Strassenbaustellen in Otelfingen und in Oetwil an der Limmat gelitten», schreibt der Gemeinderat in seinem Brief an Baudirektor Peter C. Beyeler. Nun will er wissen, ob die Kantone Aargau und Zürich abgestimmte Konzepte für verkehrsberuhigende Massnahmen erstellt hätten.

Der Gemeinderat hofft, dass er vom Kanton demnächst eine Antwort erhält, denn am 20. März lädt er die Bevölkerung zu einem Informationsabend. Dann will der Gemeinderat über die Nordumfahrung und die Folgen für die Würenloser informieren. Der Brief des Gemeinderates an Regierungsrat Beyeler endet mit dem Satz: «Für allfällige Fragen können Sie sich mit unserem Bauverwalter, Werner Huber, in Verbindung setzen.»

Die Zürcher sind fast fertig

In den Gemeinden des Zürcher Furttals sieht die Situation grundlegend anders aus. Auch dort wehren sich die Einwohner gegen die dauernd steigende Belastung durch den Durchgangsverkehr. Doch in Dällikon und Dänikon sind die Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf der Zürcherstrasse bereits realisiert.

Nun stehen noch die Arbeiten in Hüttikon an. «Wir erhalten an jedem Dorfeingang ein Eingangstor und zwei Fussgängerstreifen mit Mittelinsel», sagt Gemeindepräsident Markus Imhof. Die Arbeiten sollen zusammen mit der Sanierung der Kantonsstrasse erfolgen. Deshalb nimmt Imhof an, dass die Gemeinde nichts bezahlen muss: «Für uns werden Kosten entstehen, weil wir gleichzeitig Werkleitungen erneuern werden.»

Das ist der Weg zur Schule

Die Situation in Würenlos ist insofern noch besonders, als die Schulstrasse für die grosse Mehrheit der Würenloser Kinder Teil des Schulweges ist. Sie müssen diese überqueren, um zu den Schulhäusern zu gelangen. Das ist besonders zu den Hauptverkehrszeiten kein risikoloses Unterfangen. Die Frage, ob im Aargau, wie in Zürich der Kanton die Kosten für die flankierenden Massnahmen übernehmen würde, hat der Gemeinderat noch nicht aufgegriffen.