Neuenhof
Den Schulbaukredit von 28,37 Millionen Franken klar genehmigt

Die Gemeindeversammlung hat einen weiteren Meilenstein gesetzt. Mit kräftigem Ja stellte sie sich hinter den Schulbaukredit von 28,37 Mio. Franken und damit hinter die Strategie vorwärts. Am Schluss wurde Gemeinderat Rolf Widmer verabschiedet.

Roman Huber
Drucken
Teilen
Rolf Widmer ist nach 16 Jahren im Gemeinderat feierlich verabschiedet worden; links Gattin Elfi, rechts Gemeindeammann Susanne Voser.

Rolf Widmer ist nach 16 Jahren im Gemeinderat feierlich verabschiedet worden; links Gattin Elfi, rechts Gemeindeammann Susanne Voser.

Roman Huber

Es geht weiter mit der Strategie vorwärts. Die Gemeindeversammlung hat gestern Abend bei einer Gegenstimme einen denkwürdigen Entscheid gefällt und den Brocken von 28,37 Mio. Franken für die Erneuerung und die Erweiterung der Schulanlagen genehmigt. Dabei erhielt die Vorlage von allen Parteien Sukkurs. Gemeindeammann Susanne Voser konnte die 281 (von total 3751) anwesenden Stimmberechtigten überzeugen, dass die Gemeinde mithilfe des Kantons imstande sein wird, die Investition im vorliegenden Umfang und in der gesteckten Zeitspanne zu realisieren.

Finanzen geklärt

Während Bauverwalter Peter Richiger das Projekt von der baulichen Seite präsentierte, ging Gemeindeammann Susanne Voser vor allem auf den finanziellen und finanzpolitischen Aspekt ein. Sie wies darauf hin, dass die Interessengemeinschaft für einen fairen Finanz- und Lastenausgleich der finanzschwachen Gemeinden im Aargau einiges erreicht habe.

Nebst selber eingesparten 500 000 Franken auf der Ausgabenseite wird sie vom Kanton mit 585 000 Franken (Sonderbeitrag aus dem Finanzausgleich) und 2,362 Mio. Franken (Ausgleichsbeitrag Spitalfinanzierung) zusätzlich unterstützt. Voraussetzung ist jedoch, dass das ganze Investitionspaket bis 2018 realisiert werden muss. Dies wird zwar zu einer massiven Überschuldung führen. Damit die Gemeinde finanziell nicht aus den Fugen gerät, hat der Kanton weitere 13,5 Mio. Franken (Richtwert) in Aussicht gestellt, den die Gemeinde aufgrund der Überschuldung erwarten darf.

Der letzte Mohikaner des LdU

Für den scheidenden Gemeinderat Rolf Widmer war es ein schöner Abschied nach 16 Jahren. Widmer hatte wesentlich zum politischen Kurs der finanziell angeschlagenen Gemeinde und damit zum selbstbewussten Alleingang von Neuenhof beigetragen. Widmer gehört der Ortsgruppe des Landesrings der Unabhängigen (LdU) an, die in Neuenhof standhaft weiter politisiert, wenn auch die Mutterpartei im Jahre 1999 sich auflöste.

Armin Poznicek, als Präsident der Ortsgruppe versprach, dass man weiterhin sich ums das Wohl Neuenhof kümmern werde. Widmer hatte in seinen Gemeinderatsjahren nicht weniger als drei Ressorts geführt und bildete mit seiner grossen Erfahrung eine wichtige Stütze in diesem Gremium. Zurückhaltend und bescheiden wie er wirkte, so liess er sich dann auch beim Apéro von den Neuenhoferinnen und Neuenhofern herzlich aus dem politischen Arbeitsalltag verabschieden.

Aktuelle Nachrichten