Baden
Der Adventsfunken sprang im Theater im Kornhaus über

Weshalb empfinden so viele Menschen den Dezember als den schönsten aller Monate? Diese Frage hat Schauspielerin Annette Wunsch aufgeschnappt und daraus ein bezauberndes Theater für Gross und Klein entstehen lassen.

Sandra Ardizzone
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1Der frierende, müde Januar
13 Bilder
2Der verrückte Februar
3 Ein frühlingshafter März
4 April, April, macht was er will
5 Als verführerischer Mai wagte sich Wunsch auch zu Rahel Sohn ans Klavier
Schauspielerin Annette Wunsch im ThiK in Baden
7 Der heisse Juli ist ein wenig eingebildet
8 Der August geniesst die Sonne und liegt auf der faulen Haut
9 Im September fallen die Blätter von den Bäumen
10 Im Oktober trinkt man Wein und die farbigen Drachen fliegen
11 Der kalte November sang mit den Kindern ein Lied
12 Der Dezember, wie wir ihn kennen- Mit Kerzenlicht und sanfter Stimme
Rahel Sohn am Piano und Annette Wunsch verzauberten das Publikum

1Der frierende, müde Januar

Sandra Ardizzone

Im Theater im Kornhaus (ThiK) in Baden zeigte die Schauspielerin gestern ein Stück, das von der Eifersucht der anderen Monate auf den Dezember handelt. «Die Geschichte basiert zwar auf einem bestehenden Theater, aber ich habe sie stark angepasst und so das Stück quasi selbst geschrieben», erklärt Wunsch. Gemeinsam mit Rahel Sohn am Piano präsentierte sie das liebevoll arrangierte Schauspiel im Rahmen der Veranstaltung «Sprinzlas d’advent»(Adventsfunken).

Zank zwischen den Monaten

Unterstützt durch verschiedene Requisiten schlüpfte Wunsch in die Rolle des jeweiligen Monats und erzählte in Geschichten, Gedichten und Liedern von ihrem Leiden. Da war zum Beispiel der verrückte Februar, dem es nicht passte, dass die Menschen den Dezember ihm vorziehen. »Ich bin ja fit wie ein Turnschuh, bei mir geht’s ab», sagte er und sauste mit seinen Skistöcken in der Hand auf der Bühne herum. Oder der hochnäsige Juli, der sich eh als den besten aller Monate sah und nicht verstand, weshalb jetzt der Dezember plötzlich der schönste Monat sein sollte.

Während Wunsch je nach Monat ihr Kostüm anpasste, wurde sie vom harmonischen Pianospiel von Rahel Sohn begleitet. Je nach Jahreszeit spielte die Pianistin fidele oder eher melancholische Stücke, untermalte das Schauspiel von Wunsch oder aber sie füllte den Raum einzig mit der Musik. Dabei griff sie auch immer wieder auf bekannte Themen zurück, die sie in die jeweiligen Musikstücke einband. Für Lacher sorgte insbesondere der Monat August, den Rahel Sohn mit der Schweizer Nationalhymne einleitete.

Stille Nacht zum Abschluss

«Wir wollten ein Programm zeigen, das Gross und Klein gefällt», so Simone Eichenberger vom ThiK. «Es sollten alle nochmals die Möglichkeit erhalten, vor den Weihnachten gemütlich zusammenzukommen. Das ist schliesslich das Schöne am Advent.» Und das taten die Gäste: Das Theater war voll, die Kinder genossen es und sangen sogar mit. Besonders schön war der Abschluss, als Wunsch und Sohn mit dem Publikum «Stille Nacht» sangen und die Besucher mit einem Lächeln auf den Lippen in die letzten Weihnachtsvorbereitungen entliessen.

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