Weihnachten
Der «Adventszauber» in der unteren Altstadt zog die Massen an

Der «Adventszauber» brachte Leben ins stille Haldenquartier in Baden. Der Anlass bot den dort domizilierten Geschäften und Gastronomiebetrieben die Möglichkeit, sich mit ihren Spezialitäten zu präsentieren.

Ursula Burgherr
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Benji Bonus und Bernhard Schwanitz von Flying Monkeys zogen mit ihren Gitarren durch die Geschäfte und freestylten ihre Texte jeweils passend zu Kundschaft und Stimmung. Im «Boschettli» gastierten verschiedene Bands sowie Geschichtenerzählerin Sibylle Baumann. Vor dem Restaurant Rebstock konnten sich Passantinnen und Passanten mit Fondue aus dem grossen Kupferkessel und Glühwein stärken oder bei der Galerie Scalia eine köstliche selbst gemachte Gerstensuppe schlürfen.

Viel zu entdecken auf dem Streifzug

Der «Adventszauber» bot genügend Attraktionen, um Menschen scharenweise in die Obere und Untere Halde zu locken. Beim Streifzug durch die Läden gab es viel zu entdecken. Susanne Steger vom Filzatelier, Café und Delikatessengeschäft in der Unteren Halde 5 offerierte beispielsweise 20 Sorten Apéro-Balsamico zum Verkosten. Mit dieser raren Delikatesse und den von ihr ins Leben gerufenen Filzkursen spricht sie eine Stammklientel an, meint aber: «Sobald man auf Laufkundschaft angewiesen ist, wird es in der unteren Altstadt mühsam zu überleben.»

Als «schönes, aber schwieriges Pflaster» bezeichnet auch Cäcilia Wameling das Quartier. Sie führte hier über 20 Jahre eine Galerie, gab sich dann aber mangels Besucherfrequenz geschlagen und veranstaltet heute Malkurse in Ennetbaden. Einen Querschnitt ihres eigenen experimentellen Schaffens zeigt sie bis Ende 2011 im Schauraum Unikat an der Oberen Halde 32.

Das Haldequartier wurde wach geküsst

Maria Magdalena Kaufmann, Leiterin des Teddybär-Museums, das Gross und Klein mit über 400 liebevoll in Szene gesetzten Bären entzückt: «Ich kämpfe, um nicht in die roten Zahlen zu kommen, habe jedoch ein zweites Standbein als Geschichtenerzählerin für Erwachsene.» Im «Schuhalt» konnte man Peter Fasnacht an seiner Werkbank beobachten. Er sattelte mit 45 vom EDV-Menschen zum Schuhmacher um, und bietet heute nebst hochwertigen Tretern auch selbst hergestellte Taschen, Gürtel und Schmuck aus Leder an.

Pumpenvoll war es im Café Frau Meise. Zur Feier des Tages wurden Chäschüechli von der Bäuerin angeboten. Inhaberin Claudia Nabholz ist es mit ihrem kleinen stubenartigen Ladenlokal gelungen, das ruhige Haldenquartier etwas zu beleben. «Bei uns läuft es rund», strahlte sie.

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