Der aufstrebende Jungchor Vocalino und ein zünftiges Ensemble sorgten bei ihrem Konzert für marianische Gesänge und gregorianische Anklänge. Violine und Solo-Violoncello setzten dabei eigene Akzente. David Rossel führte bei seinem ersten Projekt die Werke des Nationalkomponisten Edvard Grieg vor. Diese wurden mit moderat modernen Harmonien verbunden und schlugen somit Brücken zwischen den beiden Teilen.

Gefühlvolle Klänge

Die Werkauswahl stand ganz im Zeichen der Harmonie und der Melancholie. Trotzdem liess sie aber ein dramatisches und fesselndes Gefühl im Publikum zurück. Intensiven Hörgenuss bescherten Kompositionen wie «Ubi Caritas I und III» und «4 Grieg-Romanzen», die vom Ensemble Vocalino mit erstaunlicher Feinheit geformt wurden. Sinfonien von Komponisten wie Ola Gjeilo und Knut Nystedt wurden interpretiert. Martin Merker, der Solo-Violoncello-Musiker, gab gefühlsvolle und mitreissende Klänge von sich. Die Gesangstimmen vom Jungchor waren klar und bewegend.

Ein Abend voller Begeisterung

Die Klosterkirche bot für dieses Hörerlebnis den idealen Klangraum. Diesen nutzte das Vocalino Wettingen mit ausserordentlichen Formationen. Dabei sangen sie sich quer durch den hohen Norden. Die passende Umsetzung der jungen Musiker war imposant, nicht zuletzt durch die raffinierte Leitung von Rossel, der das Ensemble vom Dirigierpult aus zusammenhielt.

Ein beachtenswerter, musikalischer Abend, der dem Publikum die Vielfalt und Schönheit der modernen klassischen Musik näher brachte. Gegen Ende der Aufführung spürte man die Begeisterung des Publikums, von allen Seiten wurde lebhaft applaudiert.