Baden
Der Badener Stadtrat Kurt Wiederkehr tritt per Jahresende zurück

Rücktrittsgerüchte um den CVP-Stadtrat Kurt Wiederkehr (1951) sind schon öfter durch die Politluft der Stadt geschwirrt. Jetzt ist es so weit: Er werde seinen Rücktritt per Ende Jahr einreichen, bestätigt Wiederkehr neuerliche Gerüchte.

Roman Huber
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Kurt Wiederkehr tritt per Jahresende zurück.

Kurt Wiederkehr tritt per Jahresende zurück.

«Kurt Wiederkehr hat uns vor längerem ein Rücktritts-Szenario aufgezeigt», sagt CVP-Parteipräsident Matthias Gotter. Darum seien im Vorstand die Gespräche um seine Nachfolge schon im Gange.

Markus Schneider in den Startlöchern

Ein Name steht dabei an vorderster Stelle: Markus Schneider (1965), der amtierende Vizepräsident des Einwohnerrates. Schneider habe seine Bereitschaft signalisiert, bestätigt Gotter. Tatsächlich: «Ich würde mich sehr freuen, dieses Amt auszuüben», sagt Schneider. Der ehemalige Fraktionspräsident ist einer der dienstältesten Einwohnerräte. Der Kreis der Kandidaten werde sich womöglich vergrössern, sagt Gotter. Und zu seiner Person: «Ich selber sehe die Prioritäten zurzeit bei der Familie, wäre aber notfalls bereit.» Peter Conrad junior winkt klar ab: «Ich stehe zurzeit nicht zur Verfügung.» Dasselbe sagt Fraktionspräsident Reto Huber.

Die CVP möchte sich mit einem Nachfolger eine gute Ausgangssituation erarbeiten, wenn FDP-Stadtammann Stephan Attiger für die Erneuerungswahlen als Nachfolger von Peter C. Beyeler für den Regierungsrat nominiert und dann nach Aarau gewählt würde.

33 Jahre die Stadt mitgeprägt

Wiederkehr folgte im Januar 1996 als CVP-Stadtrat auf Peter Conrad. Er übernahm mit Planung und Bau dasjenige Ressort, mit dem sich ein Stadtrat zwangsläufig exponiert. Das trifft besonders in einer Zeit zu, in der sich eine Stadt stark entwickelt.

«Der Zeitpunkt stimmt für mich. Die wichtigsten Projekte wie das Verkehrsprojekt Baden Zentrum mit dem Schulhausplatz sind aufgegleist, die Teilrevisionen der BNO stehen in der letzten Phase, und auch das Bäderprojekt ist auf guten Wegen», sagt Wiederkehr. Man könne in diesem Ressort nie gehen und meinen, alle Aufgaben erledigt zu haben, fügt der Bauvorsteher an. Denn eine Stadt entwickle sich zu jedem Zeitpunkt.

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