Mägenwil

Der Bahnhof ist zu kurz – SBB verlängern Perron

Der Mägenwiler Bahnhof soll auf Vordermann gebracht werden. Archiv

Der Mägenwiler Bahnhof soll auf Vordermann gebracht werden. Archiv

Da die Züge mehr Platz benötigen, sieht sich die SBB gezwungen, das Perron beim Bahnhof Mägenwil zu verlängern.

Die SBB hat grosse Pläne im beschaulichen 2000-Seelen-Dorf Mägenwil: Der Bahnhof entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der SBB respektive ihrer Kunden. So soll dieser in den kommenden Monaten Schritt für Schritt umgebaut werden. Der Startschuss für die Bauarbeiten ist bereits gestern gefallen.

Unter anderem soll der Mittelperron von 247 Metern auf 324 Meter verlängert werden. Grund dafür sind längere Züge der S3-Linie, die in den Hauptverkehrszeiten zwischen Aarau und Zürich verkehren und in Mägenwil halten werden. Auf das grössere Sitzplatzangebot muss man sich aber noch eine Weile gedulden. Denn die rund 300 Meter langen S-Bahnen sollen erst ab Dezember 2018 zum Einsatz kommen. Jedoch soll die Bahn ab Ende Jahr während der Stosszeiten im Halbstundentakt verkehren.

Gut zugänglich für Rollstühle

Der Zugang zum neugebauten Perron soll barrierefrei gestaltet werden: Ein Lift beim Bahnhofgebäude soll entstehen. Um einfach zum Perron zu gelangen, wird eine Rampe zum Mittelperron führen. Der neugebaute Bahnsteig wird nicht nur länger, sondern auch höher: Dies soll ein stufenloses Einsteigen in die Züge ermöglichen. Auch die Gleise 3 und 4 beim Mittelperron werden auf Vordermann gebracht. Die Weichen müssen ersetzt werden, da sie über die Jahre abgenutzt wurden.

Aufgrund der Bauarbeiten kann es zu Gleisänderungen kommen. Trotz einem provisorischen Hilfsperron kann die S3 an einzelnen Wochenenden nicht am Bahnhof Mägenwil halten. Ist dies der Fall, verkehren auf dem Bahnhofvorplatz Ersatzbusse zu den Nachbarstationen. Betroffen ist bereits das Wochenende vom 11./12. Februar.

Die SBB rechnen damit, die Bauarbeiten bis Ende Jahr abschliessen zu können. Die Kosten für die umfangreichen Erneuerungsarbeiten schlagen mit rund 18 Millionen Franken zu Buche.

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