Seit 2001 ist die Hug Baustoffe in Wettingen an der Tägerhardstrasse mit einem Handelsbetrieb auf dem ehemaligen BBC/ABB-Areal tätig. Nun wurde in Wettingen, als zweitem Standort, ein Showroom für Keramikprodukte eröffnet.

«Unser Unternehmen ist im Wirtschaftsraum Zürich tätig», sagt Dominik Rieder. Ihm und Franz Meng aus Schneisingen gehört die Hug Baustoffe AG, deren Hauptsitz Nänikon ist. Rieder leitet das Unternehmen zudem als CEO. In diesem Wirtschaftsraum, der etwa von Rapperswil bis Aarau reicht, ist das Unternehmen tätig.

So wird das von einer hohen Bautätigkeit geprägte Gebiet rund um Zürich abgedeckt. Hier liegen die dicht besiedelten Städte und Gemeinden. Der Nachteil: Die Strassen sind an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Gerade darin sieht Rieder den Vorteil seiner Standorte. Baumaterial muss pünktlich zur Verarbeitung auf die Baustellen gelangen. Für Lagerhaltung auf den Baustellen ist kein Platz und sie wäre zu teuer.

«Bei den heutigen Verkehrsverhältnissen braucht es dezentrale Lager und Kundennähe», sagt Rieder. Die Lieferpünktlichkeit über grössere Distanzen kann bei längeren Lieferdistanzen nicht ausreichend gewährleistet werden. Trotzdem spüren sie die ausländische Konkurrenz. Er geht davon aus, dass weiterhin intensiv gebaut wird: «Solange die Zinsen tief, die Leerstände gering sind und die Zuwanderung anhält, brauchen wir Wohnungen.»

Isolieren ist des Bauherren Pflicht

«An allen unseren Standorten führen wir ein ähnliches Angebot», sagt Rieder. Es sind ungefähr 45 000 Artikel, die das Unternehmen führt. «Unsere Kunden sind vor allem Bauunternehmer.» Sie können im Handelsbetrieb in Wettingen beziehen, was sie auf den Baustellen benötigen. Grundsätzlich sind es immer noch die selben Grundmaterialien wie vor bald 70 Jahren, als das Unternehmen gegründet wurde.

Aber das Schwergewicht hat sich verlagert. Die Entwicklungen und Anforderungen sind auch auf dem Bau fortgeschritten: «Heute hat zum Beispiel Isolationsmaterial eine viel grössere Bedeutung.» Besondere Bedeutung misst er inskünftig Isolationen aus natürlichen Material zu. «Zum Beispiel solches aus Flachs isoliert eben so gut wie Mineralwolle, hat aber weniger Anteil an grauer Energie.» Darunter versteht man die Energie, mit der das Produkt hergestellt wurde.

Keramik mit Holzdekor

«Mit der Eröffnung des Showrooms wollen wir noch näher zu den Kunden», sagt Rieder. Unter Leitung von Karin Peloso präsentieren dort drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was an Keramik auf dem Markt angeboten wird. «Wir haben den Raum in Themenbereiche aufgeteilt, in jedem sieht der Kunde etwas Besonderes», sagt Peloso. «Unsere Kunden, in der Regel die Bauherren und Architekten, können vergleichen und auswählen.»

Neben den klassischen Plättli mit verschiedenen Dekors und Formaten, sind dabei auch Keramikplatten, die sich erst auf den zweiten Blick als solche verraten. Ob in Holzdekor oder mit lasergebrannten Symbolen, Keramik kann vielfältig und ausgesprochen modern gestaltet werden. Dass in der Umgebung Unternehmen verwandter Branchen sind, ist für Peloso ein weiterer Vorteil des Standortes Wettingen: «Wir haben freundschaftliche Kontakte mit den Nachbarn SaniDusch AG und Mundart Küchen.»