Obersiggenthal
Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen

Die vom Biber Ende 2016 gefällten Bäume sind durch neue ersetzt worden. Der Nager hat nun kaum Chancen, diese wieder zu beschädigen.

Daniela Jeanneret
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Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen Die Familie Rothfuchs pflanzte ihren Baum. Die Paten zahlten je 200 Franken für einen Zwetschgenbaum, um den sie sich auch weiterhin kümmern werden.
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Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen Susanna Komenda-Zehnder, Präsidentin der Natur- und Heimatschutzkommission Obersiggenthal, hielt vor der Baumpflanzaktion eine Rede. Die ersten Bäume, die gepflanzt wurden hat der Biber gefällt.
Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen Pflanzen gemeinsam ihren Baum: Petra Rutschmann, Einwohnerrätin Obersiggenthal und Christian Keller, Einwohnerratspräsident und Präsident der Grünen Obersiggenthal . «Ich finde es sinnvoll, mich an der Aktion zu beteiligen. Es ist eine ökologische Aufwertung und dazu noch eine gemeinschaftliche Arbeit», sagt Keller.
Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen Baumpflanzaktion von der Natur- und Heimatschutzkommission Obersiggenthal am Kappisee. Die ersten Bäume, die gepflanzt wurden, hat der Biber gefällt. Neun "Paten" pflanzen jetzt neue Zwetschgenbäume.
Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen

Der Biber vom Kappisee muss künftig an anderen Bäumen nagen Die Familie Rothfuchs pflanzte ihren Baum. Die Paten zahlten je 200 Franken für einen Zwetschgenbaum, um den sie sich auch weiterhin kümmern werden.

Alex Spichale

Vor eineinhalb Jahren hinterliessen Biber am Kappisee über 20 gefällte und angefressene Bäume. Darunter auch drei Obstbäume, die Teil der ökologischen Aufwertungsmassnahmen der Gemeinde waren. Der Obersiggenthaler Baudienst liess damals ein Drahtgeflecht um die verbliebenen Stämme anbringen. Die Obstbäume sollten zu einem späteren Zeitpunkt ersetzt werden. Dieser ist nun gekommen. Neun Paten meldeten sich und pflanzten diese Woche neun Zwetschgenbäume.

Biber knabbert Ende 2016 an über 20 Bäumen beim Kappisee:

Biber knabbert an über 20 Bäumen beim Kappisee
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Der Biber war in der Schweiz einst fast ausgerottet.
Vor allem sein dichtes Fell war begehrt.
Der Nager leiste mit seinen Dämmen viel für die Biodiversität
Die obersiggenthaler freuen sich mehrheitlich über den Biber.

Biber knabbert an über 20 Bäumen beim Kappisee

Zur Verfügung gestellt

Vor der Baumpflanzaktion hiess Susanna Komenda-Zehnder, Präsidentin der Natur- und Heimatschutzkommission Obersiggenthal, die Paten herzlich willkommen. In ihrer kurzen Ansprache sagte sie: «Der Biber ist hier zu Hause und darf natürlich bleiben.» Zum Essen habe er jetzt anstelle von Baumholz Weidenstecklinge zur Verfügung gestellt bekommen. An die neuen Bäume kommt der Biber dank der Drahtgeflechte nicht mehr ran.

Nach der Ansprache zeigte Bauer Christian Schärer den Baumpaten, wie man die neuen Bäume pflanzen muss. Zu den Paten, die jeweils 200 Franken für einen Baum bezahlt haben, gehören auch Politiker. Nebst Gemeinderat Linus Egger wird sich nun auch Christian Keller, Einwohnerratspräsident und Präsident der Grünen Obersiggenthal, um einen Zwetschgenbaum kümmern. «Ich finde es sinnvoll, mich an der Aktion zu beteiligen. Es ist eine ökologische Aufwertung und dazu noch eine gemeinschaftliche Arbeit», sagt Keller.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die nicht eingezäumten Bäume angenagt oder gefällt werden könnten, ist für den Turgemer Alfred Schären, auch bekannt als «Biberfredi», hoch. Schären, der Vorstandsmitglied des Vereins Wildtierschutz Schweiz ist, meint: «Ich bin sicher, dass der Biber weiterhin alle ungeschützten Bäume anknabbern wird.»

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