Wettingen
Der Chor führte das Publikum in die Zeit der Mönche

Ein Chor der Gruppe für Erwachsenenbildung versetzte die Zuhörer am Sonntagabend in eine Zeit, in der noch Mönche im Kloster Wettingen lebten. Pastoralassistent Stephan Lauper und Organist Hans Zumstein führten die Gäste durch die Geschichte.

Vera Frey
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Der Chor mit Organist und Leiter Hans Zumstein (links).Vera Frey

Der Chor mit Organist und Leiter Hans Zumstein (links).Vera Frey

Vera Frey

In der Reihe «Musik und Spiritualität» brachten die Mitglieder der Gruppe für Erwachsenenbildung der katholischen Kirchgemeinde Wettingen unter dem Titel «Gesänge aus dem Paradies» wieder einmal Leben in das wunderschöne Chorgestühl der Klosterkirche Wettingen.

Völlig überrascht durch das grosse Interesse an der feierlichen, gesungenen Vesper reichten weder die Plätze des Chorgestühls, noch die verteilten Noten, mit Hilfe derer sich die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur dabei, sondern mitten drin fühlen konnten.

Ein Ad-hoc zusammengestellter Chor der Gruppe für Erwachsenenbildung sowie Pastoralassistent Stephan Lauper und Organist Hans Zumstein führten die Gäste in eine Zeit als das Kloster nicht durch Kantonsschüler, sondern durch Mönche belebt war und bescherten ihnen damit einen Besuch in einem lebendigen Museum.

Zwar fehlten die Mönchskutten, hingegen waren Frauen anwesend, die bis vor 170 Jahren in einem der heiligsten Orte der Kirche nicht zugelassen waren. Ebenso lange ist es her, seit die Zisterziensermönche von Wettingen im herrlichen, frühbarocken Chorgestühl ihre sonntäglichen Vespern abgehalten haben.

Mit der Musik selbst, die in und neben der Spiritualität im Zentrum der Reihe steht, sollen nicht nur Gläubige und häufige Kirchgänger angesprochen werden, ist die Musik doch ein Mittler zwischen den Kulturen und Religionen.

So stehen denn auch die nächsten Veranstaltungen der Gruppe für Erwachsenenbildung ganz im Zeichen von interkulturellem Austausch: Interessierten wird Einblick in die Welt des Sufismus und damit der türkischen Spiritualität mit ihrer eigenen Musik gewährt.

Am 23. August findet um 19.30 Uhr zu diesem Thema ein Vortrag im Pfarreiheim der Kirche St. Sebastian statt, am 24. wird um 18.00 Uhr in der Kirche St. Anton mit der Verknüpfung von sufistischen und christlichen Elementen ein spannendes Experiment gewagt.

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