Ehrendingen
Der Ehrendinger Wunsch nach einem Verkehrskonzept

Die parteiunabhängige Gruppierung «Pro Ehrendingen» verlangt die Umsetzung von Ideen aus der Bevölkerung. Dabei fordert die Gruppierung den Gemeinderat auf, Massnahmen wie ein Verkehrskonzept und ein Parkplatzreglement rasch umzusetzen.

Pirmin Kramer
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Verkehrskonzept, Parkplatzreglement, Radweg: «Pro Ehrendingen» verlangt vom Ehrendinger Gemeinderat rasche Massnahmen.az-Archiv/Wal

Verkehrskonzept, Parkplatzreglement, Radweg: «Pro Ehrendingen» verlangt vom Ehrendinger Gemeinderat rasche Massnahmen.az-Archiv/Wal

Gemeindeammann Renato Sinelli hat einen Brief erhalten. Absender des fünfseitigen Dokuments war die parteiunabhängige Gruppierung «Pro Ehrendingen». Man habe die beiden Zukunftswerkstätten analysiert, an denen die Einwohner ihre Visionen für Ehrendingen im Jahr 2030 formulieren konnten.

Manche Ideen würden zwar in die neue Bau- und Nutzungsordnung einfliessen. «Für andere Themen besteht jedoch die Gefahr, dass sie ohne öffentliche Diskussion und Stellungnahme des Gemeinderates verloren gehen könnten», heisst es im Brief.

Pro Ehrendingen fordert den Gemeinderat auf, erste konkrete Massnahmen rasch umzusetzen. «Es braucht mehr Sicherheit für den Langsamverkehr insbesondere auf der Dorfstrasse, ein Verkehrskonzept, ein Parkplatzreglement, ein Projekt für die Radwegführung vom Surbtal bis nach Baden und Verbesserungen im Fahrplan der PTT-Busse.»

«Budget sieht dies nicht vor»

Der Gemeinderat habe den Brief zur Kenntnis genommen, sagt Renato Sinelli, an der nächsten Sitzung würden die Forderungen diskutiert. Er habe dem Komitee aber bereits mitgeteilt, dass der vorgeschlagene Terminplan «zu sportlich» sei.

Die Vereinigung verlangt beispielsweise, bis 2014 müsse der Gemeinderat einen Antrag für einen Projektierungskredit zur Realisierung eines Radweges nach Baden erarbeiten. «Die Anliegen sind zwar durchaus berechtigt, aber es wäre zu früh, Abklärungen bereits dieses Jahr zu machen, das Budget sieht dies nicht vor. Wir müssen unsere Mittel sinnvoll einsetzen», sagt Renato Sinelli.

Er könne der Gruppierung gleichzeitig versichern, dass Ideen und Inputs nicht einfach «unter den Tisch gekehrt» werden. «Das würde nicht dem Stil und der Arbeitsweise des Ehrendinger Gemeinderates entsprechen.»

Die Vereinigung «Pro Ehrendingen» um ihren Koordinator Konrad Schneider stellt weitere Forderungen. In Auftrag gegeben werden solle eine Studienarbeit, welche die Machbarkeit eines regionalen Gewerbe- und Einkaufszentrums Tiefenwaag untersuche.

Natur und Landschaft müssten ohne Kompromisse geschützt, der nachhaltige Umgang mit Energie solle gefördert werden. «Erwartet wird im Weiteren, dass der Gemeinderat eine umfassende Liste vorlegt, wann und mit welchen Kostenfolgen er welche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur in den kommenden 20 Jahren tätigen will.»