Es ist eine Binsenweisheit: Unsere Städte müssen grüner werden. Der Klimawandel lässt sich zwar nicht kleinräumig in einer einzelnen Gemeinde oder einer Stadt aufhalten. Aber das Leben in den Städten soll auch in Zukunft trotz Hitzesommern erträglich bleiben. Das Problem wird aber noch grösser, je dichter die Innenstädte bebaut werden. Da braucht es bisweilen kreative Ansätze, um frische Luft und Abkühlung in die Stadt zu bringen (die serbelnden Winterlinden auf dem Badener Theaterplatz sind kein gutes Beispiel dafür).

Bei vielen Neubauprojekten in den Städten wird immer noch kaum an eine Bepflanzung gedacht. Beton und Glas dominieren. Das obligate Flachdach wird dann mit einer kümmerlichen Schicht Steinbrech oder Gräsern «begrünt». Dachgärten in Ehren, aber sie allein können das wachsende Hitzeproblem nicht lösen.

In vielen Metropolen ist es längst gang und gäbe, Grünflächen in die Höhe zu ziehen. Man denke etwa an das Musée du Quai Branly in Paris oder die Bosco-Verticale-Hochhäuser in Mailand mit ihren grünen Fassaden. Auch in der Schweiz gibt es mittlerweile einige gute Beispiele – etwa den Green Tower in Wabern bei Bern.

Der Aargau hinkt da noch weit hinterher. Dass nun die Stadt Baden bereits zum zweiten Mal mit gutem Beispiel vorangeht und auch private Hausbesitzer zu grüneren Fassaden ermuntert, ist lobenswert und der einzig richtige Weg – in Zeiten, in denen es immer heisser wird.

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