Zwei, nein, drei Fliegen auf einen Schlag: Der Einbau eines Kunstrasens im Stadion wird dem FC Baden und der Stadt aus der Sportplatznot heraushelfen. Somit werden auch das Frauenteam in der Nationalliga B und Juniorenteams ihre Spiele im Stadion austragen können. Die oberste Rasentragschicht kann gleichzeitig für die Sanierung des unweit vom Esp gelegenen Allwetterplatzes Langacker wieder verwendet werden. Und: Weil der Platz laut Tony Stalder, Leiter Abteilung Liegenschaften, Fifa-konform ist, stünde einem Aufstieg des FC Baden in die Challenge League nichts im Wege.

Ökologisch und nachhaltig

Dank dem neuen Kunstrasenspielfeld können die Mannschaften das Esp witterungsunabhängig und ganzjährig bespielen. Die 2-Stern-Kunstrasenschicht soll mit einem speziellen Neugummigranulat ökologisch verfüllt werden, was allerdings 80000 Franken zusätzlich kosten soll. Der Bericht zu den Umweltaspekten wie auch der Nachhaltigskeits-Check stützen das Vorhaben.

Weil sich die Trainingsrasen neben dem Stadion in der Grundwasserschutzzone 2 und 3 befinden, darf dort kein Kunstrasen eingebaut werden, womit nur noch das Stadion infrage kommt. Beim Kunstrasen handle es sich um die modernste Generation, die auch der Verletzungsgefahr auf Kunstrasen Rechnung trage. Der Einbau des Kunstrasens soll zwischen Mai und September dieses Jahres erfolgen.

Im Investitionsplan sind für den Kunstrasen 1,4 Mio. Franken eingesetzt (abzüglich 200000 aus dem Swisslos-Sportfonds) und für den Allwetterplatz 400000 Franken. Nun wird es sogar günstiger: Die Baukosten werden gesamthaft mit 1,5 Mio. Franken veranschlagt. Kunstrasen wäre im Betrieb günstiger, wegen der intensiveren Nutzung bleibt er sich jedoch gleich.

Die Kapitalfolgekosten belaufen sich auf 107000 Franken.

Der Einwohnerrat soll nächsten Dienstag den Baukredit beschliessen, nachdem er im September vergangenen Jahres den Projektierungskredit einstimmig beschlossen hatte.