Prozess in Baden

Der Feuerteufel von Neuenhof steht heute vor Gericht – ihm drohen 12 Jahre Gefängnis und Landesverweis

Der Feuerteufel von Neuenhof legte sieben Brände. Am Mittwoch steht er vor Gericht.

Der Feuerteufel von Neuenhof legte sieben Brände. Am Mittwoch steht er vor Gericht.

Vor dem Bezirksgericht Baden muss sich am Dienstag ein junger Deutscher verantworten, der sieben Brände gelegt hat. Auch Schreckung der Bevölkerung und Pornographie.

Der Beschuldigte hatte 2018 in einem Wohnblock, in einer Baracke und an fünf weiteren Orten Feuer gelegt. Zurzeit befindet sich der Mann im vorzeitigen Strafvollzug. Er war selber Feuerwehrmann und hatte laut Daniel von Däniken, Oberstaatsanwalt des Kantons Aargau «offenbar Freude, wenn er vor dem Feuer dort war».

Weil er auch in Häusern Brände gelegt hat, fordert die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Gefängnis. «Er nahm wissentlich und willentlich in Kauf, dass dort auch Leib und Leben von Menschen hätten gefährdet werden können. Da ist die Minimalstrafe drei bis maximal zwanzig Jahre», sagte Von Däniken im Dezember gegenüber «TeleM1». Zusätzlich zur unbedingten Gefängnisstrafe fordert die Staatsanwaltschaft einen 15-jährigen Landesverweis und beantragt eine stationäre therapeutische Massnahme, auch kleine Verwahrung genannt.

Neben mehrfacher Brandstiftung ist der Deutsche auch wegen Schreckung der Öffentlichkeit angeklagt. So hat er mehr als 20 lebensgrosse Frauenfiguren gebastelt und gezeichnet, inklusive Messerstichen in der Herzgegend. Diese Frauen stellte er an verschiedenen Orten im Aargau auf und schrieb Vergewaltigungsfantasien dazu. (gia)

Feuerteufel von Neuenhof drohen 12 Jahre Haft

Dem Feuerteufel von Neuenhof drohen 12 Jahre Haft. Der Beitrag von «TeleM1».

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