Freienwil
Der Freienwiler Gemeinderat will das alte Schulhaus ausbauen

Die Schule braucht mehr Platz – der Gemeinderat will den Dachstock des alten Schulhauses erweitern. Enttäuscht von diesem Vorschlag ist die Genossenschaft Weisser Wind. Man bedaure, dass nicht der «Weisse Wind» als Standort gewählt wurde.

Pirmin Kramer
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Der Gemeinderat will das alte Schulhaus ausbauen. PKR

Der Gemeinderat will das alte Schulhaus ausbauen. PKR

Freienwils Schule benötigt spätestens ab dem Schuljahr 2014/2015 neuen Unterrichtsraum. Drei Varianten hat der Gemeinderat geprüft: Zur Debatte stand, einen Container aufzustellen, den Dachstock im alten Schulhaus auszubauen oder den 1. Stock des ehemaligen Restaurants Weisser Wind zu nutzen.

Entschieden hat sich der Gemeinderat für den Ausbau des Dachstocks. An der kommenden Gemeindeversammlung beantragt er hierfür einen Kredit von 460 000 Franken.

«Die Besitzverhältnisse im ‹Weissen Wind› sind nicht klar geregelt. Deshalb, realistisch gesehen, steht der Schulraum im ‹Weissen Wind› auf Beginn des Schuljahres 2014/2015 nicht zur Verfügung», wird der Entscheid in einer Mitteilung begründet.

Der Gemeinderat nennt weitere Vorteile, die ein Schulzimmer im Dachstock bringen würde: «Alle Schulklassen könnten unter einem Dach unterrichtet werden, was eine gute pädagogische und didaktische Zusammenarbeit ermöglichen würde.

Man wäre nicht abhängig von einem Vermieter, heisst es weiter, und es sei die terminlich sichere Variante – der Dachstockausbau könne bis Mitte 2014 realisiert werden. Auch wäre eine problemlose Einbindung in die bestehende Infrastruktur möglich.

Gross ist die Enttäuschung bei der Genossenschaft Weisser Wind. Sie wurde gegründet, um das «für die Gemeinde wichtige Gebäude» zu erhalten. Dies, nachdem ein Investor letztes Jahr einen Kaufrechtsvertrag erworben hatte – er wollte auf der Parzelle Alterswohnungen errichten.

«Wäre Ideallösung gewesen»

Man bedaure sehr, dass sich der Gemeinderat nicht für den «Weissen Wind» als Standort entschieden habe, sagt Urs Rey von der Genossenschaft. Bis Ende März hätte zusammen mit dem Investor ein fixfertiges Schulraum-Projekt erarbeitet werden müssen.

«Das Projekt lag vor, aber die Verkaufsverhandlungen mit dem Kaufrechtsinhaber haben sich verzögert», sagt Rey.

Es wäre eine Ideallösung für das Gebäude und die verschiedenen Bedürfnisse der Gemeinde gewesen, sagt er. «Nach dem Entscheid sind wir aber nicht mehr unter Zeitdruck und haben uns eine Denkpause verordnet.»

Die Genossenschaft beabsichtige immer noch den Erwerb der Liegenschaft und die Schaffung eines öffentlichen Lokals. «Für das Obergeschoss sind jetzt andere kreative Lösungen gefragt», sagt Urs Rey.