«Die Eigentümer des Steinhofs, Juan und Isabel Rodriguez, möchten den Kopfbau und die Gartenwirtschaft erhalten, sanieren und wieder ein Hotel betreiben», sagt Architekt Martin Thalmann. Er vertritt das Baukonsortium, das für den unbebauten, rückwärtigen Teil des Steinhof-Areals ein Kaufrecht besitzt und dort eine Wohnüberbauung realisieren möchte. Zudem berät er das Ehepaar Rodriguez. Mit dem Erlös aus dem Landverkauf will dieses die Sanierung des Gasthauses Steinhofs finanzieren.

Vor allem der Mittelbau mit dem Saal und die Scheune des «Steinhofes» sind in einem äusserst baufälligen Zustand. «Deshalb sind die Unterhaltskosten sehr hoch», sagt Thalmann. Sollte sich das Landgeschäft nicht bald realisieren lassen, müsste der gesamte «Steinhof» abgebrochen werden, um Kosten zu sparen. Die Gemeinde hat die Abbruchbewilligung bereits erteilt. Thalmann hofft jedoch, dass es nicht so weit kommt und die offenen Punkte der Erschliessung geregelt schnell werden können: «Die Gemeinde hat nun eine Kommission gebildet, die eine Lösung finden soll.» Die Erschliessung ist Teil des Entwicklungsplanverfahrens «im Grund».

Dieses hatte die Gemeinde vor rund zwei Jahren für das Areal zwischen «Steinhof» und Bahnhof eingeleitet. Seither wird diskutiert. «Momentan sind wir ein einem Verfeinerungsverfahren», umreisst Gemeindeammann Hans Ulrich Reber die Situation. Dabei ist die Verkehrserschliessung einer der Knackpunkte. Der Kanton sehe im Bereich des Coiffeurgeschäfts neben dem «Steinhof» einen weiteren Anschluss an die Kantonsstrasse. Der Gemeinderat stehe dieser Idee kritisch gegenüber sagt Reber und hält fest: «Wir befürchten Schleichverkehr aus dem Gebiet Bahnhof auf die Kantonsstrasse.» Der Gemeinderat will den Verkehr auf dem Knoten bei der Barriere konzentrieren.