Einwohnergemeindeversammlung in Turgi

Der Gemeinderat darf das Lehrerhaus nicht verkaufen

Das Lehrerhaus in Turgi

Das Lehrerhaus in Turgi

Schon einmal blitzte der Gemeinderat mit dem Verkauf des Lehrerhauses. Jetzt ein zweites Mal. Trotz der 1,115 Mio. Franken, die der Gemeinde dadurch entgehen, stellte sich die Gemeindeversammlung gegen einen Verkauf.

Gemeindeammann Peter Heiniger hiess 124. von 1491 Stimmberechtigten an der gestrigen Gmeind willkommen, auf die ein langer und diskussionsreicher Abend wartete.

Die grosse Diskussion begann bereits bei der Revision des Reglements über die Entsorgung. Die Aufhebung der zentralen Sammelstelle in der Weichlen sorgte vor allem bei älteren Leuten ohne Auto zu Unmut, weil sie jetzt irgendwie zur Sammelstelle «bring's» der Firma Merz gelangen müssen. Ebenfalls gaben die Preise zur Kritik Anlass. Ein Antrag, dass der Gemeinderat erst die Abgeltung des KVA-Standortes vertraglich sichern solle, wurde abgelehnt.

Die Sanierung des Kindergartens Allmend lieferte weit weniger Diskussionsstoff. Zwar kamen Fragen zum Projekt auf. Doch der Kredit über 1,2 Mio. Franken stand nie auf der Kippe und wurde entsprechend mit klarem Mehr gutgeheissen.

Auf heftige Opposition stiess jedoch der beantragte Verkauf des Lehrerhauses für 1,115 Mio. Franken (bei der letzten Gmeind waren es noch 1,5 Mio.). Das Haus mit geschichtlichem Hintergrund könnte allenfalls von der Gemeinde für schulische Zwecke einmal benutzt werden, hiess es. Mit 74 Nein gegen 29 Ja fiel der Entscheid deutlich gegen den Antrag des Gemeinderates aus, womit es weiterhin im Besitze der Einwohnergemeinde bleibt. Der Entscheid wirkt sich auf das Budget aus.

Diskussionslos passierte der Voranschlag 2013 mit einem Steuerfuss von 113 Prozent. Eingebürgert wurden die Familie Ajeti-Selimi, Daniel Eberle, Vibusan Ganeshalingam, die Familie Osmani-Krasniqi sowie Olga Schibli-Venokurova.

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