Bellikon
Der Gemeinderat lehnt Windenergieanlagen im Wald ab

Über den Heitersberg weht genügend Wind, um dort eine Windenergieanlage betreiben zu können. Den vom Kanton vorgeschlagenen Standort lehnt der Gemeinderat Bellikon jedoch ab. Als Alternative sieht er ein Areal oberhalb von Remetschwil.

Dieter Minder
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Der vom Kanton vorgeschlagene mögliche Standort (schraffiert). Karte: swisstopo JM100001

Der vom Kanton vorgeschlagene mögliche Standort (schraffiert). Karte: swisstopo JM100001

Der Gemeinderat Bellikon spricht sich, in Abwägung zwischen dem zu erwartenden Nutzen der Windturbinen-Anlage und den offensichtlichen Konflikten ausdrücklich gegen den im Richtplan-Entwurf vorgeschlagenen Standort Heitersberg aus. Eine relativ kleine und sehr aufwändige Stromgewinnungsanlage würde ein wichtiges Naherholungs- und Naturgebiet sowie eine überregional wichtige Landschaft sehr stark beeinträchtigen. Dies macht planerisch keinen Sinn und ist energie- und planungspolitisch nicht vertretbar.

Die ursprüngliche Variante Sennhof/Remetschwil wäre eher geeignet gewesen und hätte mit wesentlich geringerem Flurschaden realisiert werden können. Auf dem neuen, mitten im Wald liegenden Perimeter mindestens 3 Windkraftanlagen erstellen zu wollen, wird aufgrund der Lage, der marginalen Erschliessung, nicht existenten Versorgungseinrichtungen, der Funktion als überregionales Erholungsgebiet und der landschaftlichen Beeinträchtigung kategorisch abgelehnt.

Dass über den Heitersberg genügend wind zum Betrieb einer Windenergieanlage weht, haben die Initianten der Mittelland Windenergie GmbH mit ihren umfangreichen Abklärungen bewiesen. Sie haben das Areal beim Weiler Sennhof in der Gemeinde Remetschwil abgeklärt. Dieses befindet sich aber nicht im Gebiet, das der Kanton in den Richtplan aufnehmen möchte.