Würenlingen
Der Grenzwanderweg ist eröffnet und eingewandert

Dass Gemeinderäte zweier Dörfer an der gemeinsamen Grenze abmachten, war einst Tradition. Deshalb lud der Würenlinger Gemeinderat Joe Merki zur Eröffnung des neuen Grenzwanderwegs nicht nur die Bevölkerung ein.

Silvan Merki
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Einweihung Grenzwanderweg in Würenlingen

Einweihung Grenzwanderweg in Würenlingen

AZ

Vor allem viele Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der Nachbardörfer kamen, um sich die Grenzverläufe näher anzuschauen. Und um zu kontrollieren, ob die Würenlinger mit dem neuen Wanderweg auch alle Grenzen am bisherigen Ort belassen haben - wie manch einer scherzte.

Eine Karte, 70 Pfosten

Am Politapéro im letzten Jahr war die Idee für den Grenzwanderweg entstanden und der Gemeinderat hat sie der Umweltschutzkommission zur Prüfung übergeben. Schnell wurde daraus ein konkretes Projekt, die Holcim stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung und Förster Markus Hossli sowie seine Kollegen wurden mit der Umsetzung beauftragt.

Leichtes Spiel mit der Karte

Zuerst galt es, den vorgezeichneten Weg so zu räumen, dass jede und jeder mit gutem Schuhwerk ihn leicht durchwandern kann. Dann versetzten die Förster rund 70 Pfosten als Markierungen und Wegweiser. Zusammen mit einer neu gestalteten Karte ist es ein Leichtes, den Grenzweg zu finden. Die Karte liegt im Gemeindehaus auf und zeigt neben dem Weg auch zehn Feuerstellen als Rastplätze auf.

Abschnitte Ost und West

15,2 Kilometer Würenlinger Grenze können Interessierte ab sofort wandernd erkunden. Weil die Kantonsstrasse wie auch die Bahnlinie das Dorf zweiteilen, hat man sich entschieden, zwei separate Wege zu bezeichnen. Der 8,5 Kilometer lange «Abschnitt West» führt um den gesamten Unterwald, hauptsächlich der Grenze am Aareufer entlang. Der «Abschnitt Ost» folgt der Grenze zu Döttingen, dann auf dem Ruckfeld ins Oberfeld, am Endinger Homrig und dem Steinebüel vorbei, wieder hinunter wo Würenlingen an Station-Siggental stösst. Dieser Teil des Wegs führt zudem auch durchs ganze Dorf - der Abschnitt ist insgesamt 13,5 Kilometer lang.

Höchster, tiefster und liebster Ort

Die Besucherinnen und Besucher der Eröffnung wanderten gleich einen kurzen Teil des Grenzwanderwegs West ab. Der Bahnlinie entlang ging es Richtung Döttingen und durch den Wald bis zur Fischerhütte unten an der Aare. Dort, am tiefsten Punkt des Grenzwanderwegs gab es Wein, Brot und eine Wurst vom Grill.

Der höchste Punkt müsse laut Gemeinderat Joe Merki irgendwo im Abschnitt Ost beim Iberig liegen. An welchem Ort ist die Würenlinger Grenze für ihn am schönsten? «Mein Lieblingsort mit der besten Aussicht ist oberhalb der Felswand des Bärengrabens», meinte Joe Merki.

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