Dieses Wochenende ist es so weit: In der Altstadt an der Reuss findet das Gassenfest wieder statt. Dreissig Vereine und Gewerbetreibende aus Mellingen bauen Beizen, Bars und Marktstände auf. «Die Altstadt ist ein super Ort für ein Fest, das Ambiente ist unschlagbar», sagt Simon Koller, Kommunikationsverantwortlicher des Gassenfestes Mellingen. Organisiert wird das Fest von einem Organisationskomitee im Auftrag der Gemeinde.

2012 fand das Gassenfest zusammen mit dem Jugendfest zum ersten Mal statt. Rund 10 000 Besucherinnen und Besucher lockte es damals nach Mellingen. «Jetzt ist es Zeit, das Gassenfest auf solide Beine zu stellen», sagt Koller. Ziel sei es, dass das Fest alle vier Jahre stattfinden kann. In diesem Jahr sind die Beizen und Bars über alle vier Altstadtgassen verteilt. «Man wird alle paar Meter auf eine Beiz oder einen Stand treffen», sagt Koller.

Jamaika-Feeling im Städtli

Von einer Kaffeestube über eine Burgerbude bis hin zur Güggelibeiz wird alles für den Gaumen angeboten. Auf die jungen Besucher warten Hüpfburg, Piraten-Kinderhort und Eisenbahn.

Musikliebhaber dürfen sich besonders freuen: Der bekannte Schweizer Reggae-Sänger Dodo mit seinem Sommerhit «Hippiebus» macht im Rahmen seiner «Anti Brumm»-Tournee am Samstagabend Halt in Mellingen. «Dodo war einer unserer Traumkandidaten. Ich freue mich sehr, dass er hier auftritt», sagt Koller.

Doch bei Dodo bleibt es nicht: Am Freitagabend sorgt die Rockband AZton für vibrierende Fensterscheiben. Ausserdem tritt der Kinderliedermacher Christian Schenker mit seiner Band «Grüüveli Tüüfeli» auf und sorgt am Samstagnachmittag für Stimmung bei den jüngsten Besuchern. «Der ganze Sonntagnachmittag gehört dann der Schule», sagt Koller. Diese wird unter dem Motto «School on Stage» ein mehrstündiges Unterhaltungsprogramm darbieten. Zuvor findet aber noch der ökumenische Open-Air-Gottesdienst statt.

Depot soll Abfall verhindern

Neu benutzen alle Beizen und Bars dasselbe Mehrweggeschirr für Esswaren und Getränke. «Wir haben vom letzten Mal dazu gelernt», sagt Koller. So wurden vor vier Jahren mit einer systematischen Abfalltrennung gearbeitet, was nicht gut funktioniert habe. «Das neue System soll den Abfallberg des Fests so gering wie möglich halten.» Teller und alle Arten von Bechern sowie Dosen werden Depot haben. Nur auf dem Besteck gebe es kein Pfand, so Koller. Auch das Angebot der Nachtbusse wurde für das bevorstehende Gassenfest ausgebaut. Wer trotzdem mit dem Auto kommen möchte, findet Parkplätze rund um die Altstadt.

Hauptprogramm am Gassenfest
Freitag 21 Uhr, azTon; Samstag 15.15 Uhr; Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli und Samstag 21.30 Uhr; Dodo.