Obersiggenthal
Der Kanton lehnt einen neuen Fussgängerstreifen in Rieden ab

Anwohner hatten mit einer Petition einen Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Alte Landstrasse gefordert. Sie wollten damit mehr Sicherheit für Kinder und Erwachsene. Doch der Kanton hat sich nun gegen einen Fussgängerstreifen entschieden.

Pirmin Kramer
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Die Petition forderte einen Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle «Alte Landstrasse» in Rieden.

Die Petition forderte einen Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle «Alte Landstrasse» in Rieden.

Pirmin Kramer

Diesen Herbst haben 64 Personen eine Petition unterzeichnet: Sie forderten, bei der neuen Bushaltestelle «Alte Landstrasse» im Obersiggenthaler Ortsteil Rieden müsse eine Fussgängerstreifen auf die Strasse gemalt werden. «In unserem Quartier leben einige Familien mit Kindern, und manche von ihnen fahren mit dem Bus zur Schule», begründete Michael Weibel von der Interessengemeinschaft «Sicher im Verkehr – auch in Rieden» das Begehren. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene sei die Überquerung der Strasse nicht ungefährlich.

Nun teilt der Gemeinderat Obersiggenthal mit, dass es in Rieden keinen neuen Fussgängerstreifen geben wird. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau begründe seinen Entscheid unter anderem damit, dass die erforderlichen Sichtzonen für Fussgänger und Fahrzeuglenker nicht vorhanden sind. Bei einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von rund 8000 Fahrzeugen müsste zudem eine Mittelinsel von eineinhalb Meter Breite gebaut werden. Ohne Strassenverbreiterung sei dies nicht möglich.

Michael Weibel von der Interessengemeinschaft erklärt auf Anfrage, er könne die Argumentation zwar nachvollziehen. «Dass die Priorität auf den Verkehrsfluss gelegt wird und nicht auf die Sicherheit der Fussgänger, ist aber bedauerlich.»

Auch Gemeinderat enttäuscht

Der Gemeinderat erklärt in einem Communiqué, er bedaure den Entscheid des Kantons sehr - überrascht zeigt er sich aber nicht. Denn auch an anderen Stellen entlang der Landstrasse bestehe der Wunsch nach mehr Sicherheit, und auch dort seien von den zuständigen Stellen neue Fussgängerstreifen abgelehnt worden.