Adoption
Der kleine Linus bekommt nun auch auf dem Papier eine zweite Mutter

Die Freude bei den Homosexuellen war riesig, als der Nationalrat das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare angenommen hatte. Auch ein lesbisches Paar aus Würenlos hat aufgeatmet.

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«Ich bin sehr froh, dass der Nationalrat endlich einmal die Kinder in den Vordergrund gestellt hatte, egla, welche sexuelle Orientierung die Eltern hatten», sagte Pancho Frey, Migtlied der Schwulenorganisation Pink Cross.

Die fünfköpfige Familie Senn-Gaensli aus Würenlos zeigt dieses Familienleben vor. Eva Gaensli trug drei Kinder selber aus und lebt mit ihrer Partnerin Nathalie zusammen. Bei den zwei ältesten Kinder ist der Vater bekannt, der Jüngste in der Familie ist jedoch ein Samenbankbaby - auf dem Papier ein Halbwaise.

Das soll sich nun ändern. In Zukunft sollen gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit haben, das Kind des jeweiligen Partners zu adoptieren. Nathalie Senn kann jedoch nur eines der drei Kinder adoptieren, nämlich Linus, weil er von einer Samenbank stammt. Er hat also in Zukunft zwei Müttern.

Darüber ist das Parlament jedoch gespalten. «Es gibt kein Recht auf ein Kind, aber für jedes Kind gibt es ein Recht auf Vater und Mutter», sagt die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. (cfü)