Baden
Der Kunde wird jetzt auch in der Migros Baden zum Kassierer

Die Migros installiert bei den grösseren Filialen sogenannte Self-Scanning-Kassen. So hat beispielsweise die Migros Baden-City die Expresskasse durch Self-Checkouts ersetzt. Doch den neuen Methoden stehen Kunden zu Beginn skeptisch gegenüber.

Florian Zimmermann
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Die Kundin tippt ihre Waren am Self-Checkout ein. FZI

Die Kundin tippt ihre Waren am Self-Checkout ein. FZI

«Wir führen heute ein, was vor 20 Jahren schon möglich gewesen wäre», sagt Thomas Bornhauser, Leiter Kommunikation der Genossenschaft Migros Aare. Die Migros installiert bei den grösseren Filialen sogenannte Self-Scanning-Kassen.

So hat die Migros Baden-City die Expresskasse durch Self-Checkouts ersetzt. Bei den Self-Checkouts können die Kunden ihre Produkte nach dem Einkauf selber scannen und mit Karte bezahlen. Bargeld akzeptieren die Automaten nicht.

Dafür können die Kunden die Wartezeit an der Kasse umgehen. Bei Fragen oder Problemen hilft eine Mitarbeiterin, die ausschliesslich für den Scanbereich zuständig ist. Hin und wieder werden Stichproben gemacht, «mehr für das Wohl der Kunden statt zu ihrer Kontrolle», so Bornhauser.

Kunden noch skeptisch

Etwa acht Wochen nach der Einführung fällt bei der Filiale Baden-City auf, dass an den üblichen Kassen wie gewohnt Dutzende anstehen und die Self-Checkout-Kassen ungenützt bleiben. Bornhauser relativiert: «Neuen Methoden stehen die Schweizerinnen und Schweizer am Anfang häufig skeptisch gegenüber».

Die Mundpropagandawerde es richten. Dies sei auch bei den Testfilialen, die seit gut einem Jahr mit dem System eingerichtet sind, so gewesen. «Die Tendenz für die Nutzung der Self-Checkouts ist steigend, egal bei welcher Altersgruppe.»

Nicht zum ersten Mal versucht die Migros, ein solches System einzuführen. In den 90ern blieb die Self-Scan-Methode aber unbeachtet. «Damals war die Gesellschaft noch nicht reif und die Akzeptanz für die Idee fehlte. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist der Scanner salonfähig geworden»,erklärt Bornhauser.

Personal werde deswegen nicht abgebaut. «Die Self-Scanner sollen die Einkäufe für den Kunden vereinfachen. Die Mitarbeiter, die wir weniger an der Kasse brauchen, werden in neuen Aufgabengebieten eingesetzt», sagt Bornhauser weiter.

Als weitere Variante bietet die Migros in anderen Filialen das Self-Scanning an. Das ist für grössere Einkäufe, sogenannte Wocheneinkäufe gedacht. Bei diesem System kann der Kunde mit dem Scanner durch die Filiale gehen und scannen, was er in den Einkaufswagen legt.

Die Daten werden am Ende eingelesen und die Produkte bezahlt. So ersparen sich die Kunden das Aus- und Einräumen der Waren bei der Kasse.

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