Wie soll der Kurplatz als Zentrum des neuen Bäderquartiers gestaltet werden? Die Informationsveranstaltung für Eigentümer zu den Ideen von Stadt, Architekten und Planerteam warf bei den Bewohnern und Anstössern Fragen auf.

Diese waren sich einig: «Da sind viele Ideen vorhanden, die noch reifen müssen.» Schön sei, dass es endlich vorwärts-gehe und ihre Anliegen ernst genommen würden.

Teilweise noch zögerlich, aber stetig entwickelt sich der Kurort Baden. Die Credit Suisse engagiert sich als Investor für das Bottabad. Der Einwohnerrat Baden hat 390 000 Franken bewilligt, um die Gestaltung zu planen.

«Unser Ziel ist es, die Bäder einer neuen Blütezeit entgegenzuführen», sagte Stadtrat Markus Schneider, Ressortchef Planung und Bau.

«Der Kurplatz soll kein Flickwerk werden, seine Zentrumsbedeutung wieder erhalten und auch keine Partymeile sein», sind sich Katrin Reimann, Gesamtprojektleiterin des Bäderquartiers, Hans Weibel, Projektleiter öffentlicher Raum Bäderquartier und das Planerteams Porta/Vogt/Barao-Hutter einig.

Mit einer einheitlichen Pflästerung, die in die Gassen durchgezogen wird, könnte man eine grosszügigere Wirkung erreichen als bisher. Im Herzstück sollen die Gastronomiebetriebe mit einer kleinen Anzahl Tische und Stühle für Leben sorgen.

Lichter fast wie Sterne

Es ist auch geplant, auf dem Kurplatz das Thermalwasser wieder erleb- und sichtbar zu machen. Der «heisse Stein» bleibt weiterhin als Publikumsattraktion bestehen.

Ob Hänge-, Fassaden- oder Mastbeleuchtung: Für das Lichtkonzept steht die Idee eines Sternenhimmels im Vordergrund.

Der künftige Kurplatz beinhalte keine aufgeregten Neuerfindungen, sondern habe einen starken Bezug zur Thermalquelle und den umliegenden Gebäuden, versicherte Nicola Eiffler von Vogt Landschaftsarchitekten.

Die Linde, das heutige Herzstück des Kurplatzes, und Blumenrabatten verschwinden zugunsten eines Konzeptes, das gemäss Eduard Keller vom Planerteam Porta «dem Zeitgeist entspricht». Das stiess vielen sauer auf, die befürchten, dass ein Baum- und Pflanzenloser Kurplatz an Charme verlieren wird.

Nachtruhe spätestens ab 22 Uhr

Viel zu diskutieren gab auch die Regelung des Verkehrs. Wie können Fahrzeuge bei dem neuen Nutzungskonzept des Platzes mit Gastronomie und Thermalwasserbecken künftig vorfahren, um Gäste oder schwere Einkäufe abzuladen?

«Für Bewohner und Anstösser ist die Zufahrt mit dem PW weiterhin möglich, wir müssen dies ja auch für Feuerwehr, Sanität etc. garantieren können», beruhigte Hans Weibel.

Eins ist klar: Die Verkehrssituation im Bäderquartier verlangt nach einer Lösung; diesbezüglich muss das Planungsteam eindeutig nochmals über die Bücher.

Der dritte Knackpunkt, der für Gesprächsstoff sorgte, war die Lärmbelästigung durch die Restaurationsbetriebe.

«Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe, diese einzuhalten liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Gastronomieunternehmers», sagte Weibel.