Baden/Ennetbaden
Der Limmatraum steht unter Siedlungsdruck

Was soll in Zukunft wo welche Priorität haben an der Limmat? Für solche Fragen dient der neue Masterplan als behördenverbindliche Leitlinie. Die Stadt Baden liess zusammen mit der Gemeinde Ennetbaden ein übergeordnetes Instrument erarbeiten.

Roman Huber
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Künstlich erstellte Buhnen (Bild) schaffen im Fluss Nischen für Fische und erhöhen durch die Verengungen die Fliessgeschwindigkeit. YL

Künstlich erstellte Buhnen (Bild) schaffen im Fluss Nischen für Fische und erhöhen durch die Verengungen die Fliessgeschwindigkeit. YL

Der Limmatraum gilt für Baden wie Ennetbaden als wichtiges Erholungsgebiet in unmittelbarer Nähe der Zentren. Er verbindet Siedlungs- und Landschaftsraum. Mit zunehmender Verdichtung gewinnt er an Bedeutung. Dabei gerät die Ökologie, der Limmatraum als Naturraum, zunehmend unter Druck.

Was soll in Zukunft wo welche Priorität haben an der Limmat? Für solche Fragen dient der neue Masterplan als behördenverbindliche Leitlinie. Die Stadt Baden liess zusammen mit der Gemeinde Ennetbaden ein übergeordnetes Instrument erarbeiten. Es dient der Steuerung der räumlichen, gestalterischen und ökologischen Entwicklung und ist bei Interessenkonflikten eine wichtige Grundlage für Diskussionen.

Richtungsweisendes Instrument

Der Masterplan ordnet den Limmatraum aufgrund einer räumlichen und historischen Lesung ein. Die einzelnen Raumfolgen sind sehr unterschiedlich und reichen von fast ausschliesslich der Natur vorbehaltenen Gebieten bis zum Stadtraum. Einige Massnahmen sind eingeleitet – wie ökologische Aufwertung im Fluss (Buhnen) und Erschliessung (Radweg über Eisenbahnbrücke etc.). Andere sind geplant, so auch die Fusswegverbindung zur alten Badi oder der Uferweg unterhalb der Gewerbeliegenschaft Neuenhoferstrasse 109.

«Es ist bis jetzt vieles richtig gemacht worden», schickt Stadtammann Stephan Attiger voraus. Angesichts des wachsenden Drucks, dem der Limmatraum ausgesetzt ist, sei es wichtig, ein Instrument zu haben, wenn in diesem Gebiet neue Projekte oder Baupläne auftauchen würden. Aus den Erkenntnissen der Vergangenheit und des Zustands des Limmatraumes heraus haben sich Zielsetzungen ergeben. Sie sollen die Richtung aufzeigen, in welcher der Limmatraum als ökologischer Naturraum und Naherholungsgebiet entwickelt werden soll. Der Masterplan, der nicht als Umsetzungsplan gilt, formuliert auch neue Leitideen. Sie korrespondieren mit andern Grundlagenpapieren wie Richtplanung Natur und Landschaft, Freiraumkonzept, Fussweg-, Radwegkonzept und Konzept Aufwertung Limmatraum inklusive Hochwasserschutz.

Ein Projektteam unter Führung von Entwicklungsplanerin Monika Greber (Stadt Baden) hat den Masterplan erarbeitet, die externen Fachleute Ingo Golz, SKK Landschaftsarchitekten AG, und Heinz Kaspar, AF Colenco AG, haben ihn bearbeitet.

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