Oberrohdorf
Der Linienbus nach Zürich wird beim Kreisel wenden

Für 2,496 Millionen Franken wird beim Ortsteil Staretschwil ein Kreisel erstellt. Die Gemeindeversammlung Oberrohrdorf genehmigte den Kredit dazu. Sie bewilligte auch das Budget, das von stark steigenden Gesundheitskosten geprägt ist.

Dieter Minder
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Die Badenerstrasse beim Ortseingang Staretschwil.

Die Badenerstrasse beim Ortseingang Staretschwil.

Walter Schwager

«Wie sich die Gesundheitskosten entwickeln, ist sehr bedenklich», stellte Gemeindeammann Daniel Hug bei der Präsentation des Budgets der Gemeinde Oberrohrdorf fest. Eingangs der Finanzdebatte erläuterte er den Finanzplan. Angesichts der hohen Investitionen, unter anderem für die Kantonsstrasse und das Oberstufenschulzentrum in Niederrohrdorf, wird die Verschuldung der Gemeinde Oberrohrdorf stark steigen. Sie dürfte 2016 rund 12 Millionen Franken erreichen. Trotzdem sollte der Steuerfuss von 83% beibehalten werden können. Hug warnte allerdings vor rückläufigen Steuereinnahmen: «Schon jetzt harzt es etwas.» Das Budget bezeichnete er als unspektakulär und die Versammlung schloss sich dieser Ansicht anscheinend an. Das Wort wurde nicht verlangt.

Gemeinderat Kurt Scherer stellte das Projekt Kreisel Staretschwil und 3. Sanierungsetappe der Badenerstrasse vor. Die Gemeinde muss dafür 2,496 Millionen Franken aufwenden. Der Kanton übernimmt weitere 1,16 Millionen Franken. Weil der Linienbus nach Zürich und der Schulbus beim Kreisel wenden, wird dieser aus Stabilitätsgründen in Beton ausgeführt. Ein Votant forderte die Versammlung auf, dagegen zu sein, weil jeder Strassenausbau Mehrverkehr bringe. Der Kredit wurde mit grossen Mehr, 8 Nein und 2 Enthaltungen genehmigt.

Ausbau der Tagesstrukturen

Gemeinderat Rene Roca betonte, dass sich ein Ausbau der Tagesstrukturen rechtfertige. Eine Ansicht, die die Versammlung teilte. «Wir können auf dem Bestehenden, der Frühbetreuung, dem Mittagstisch und der Aufgabenhilfe, sowie Blockzeiten aufbauen», sagte Roca. Momentan besuchen 57 Kinder den Mittagstisch. Jeweils am Mittwoch findet dieser in den Alterswohnungen statt. Mit dem Verein Mikado besteht eine Leistungsvereinbarung für die bestehende Betreuung, sie wird ergänzt. Neu sollen die Tagesstrukturen während 8 Ferienwochen angeboten werden. Für diese müssen die Eltern die Kosten übernehmen. Dagegen gilt für die anderen Angebote ein Sozialtarif. Mit 15 Plätzen, sollen die Tagesstrukturen im August 2013 starten.

Angesichts der Traktandenfülle hatte die Gemeindeversammlung bereits um 19.30 Uhr begonnen. Dafür wurden die Besucher mit Liedern des Chores Generation Rohrdorf begrüsst. Doch an diesem Abend zeigten sich die Anwesenden zufrieden mit dem Gemeinderat, sie hiessen alle Geschäfte gut und zu diskutieren gab es, mit einer Ausnahme nichts. Da an der Versammlung nur 178 der 2748 Stimmberechtigten teilgenommen hatten, unterliegen die Beschlüsse dem fakultativen Referendum.