Gut 500 Narren liessen sich nicht zweimal bitten und nahmen die Räume, die in einen Tanzsaal, eine Bierschwemme, eine Kuschelbar und einen Showroom verwandelt worden waren, in Beschlag. «Wir wollen dem Badener Maskenball wieder das Ambiente bescheren, das ihn legendär gemacht hat», betonte Direktor und Mitorganisator Urs Kohler. Bewusst habe man deshalb kleinere und grössere Begegnungszonen geschaffen. Das solle zum Verweilen animieren, so wie früher. Davon machten die vielen Voll- und Teilmasken gerne Gebrauch.

Witzige und ausgefallene Masken

Auf dem Weg zum Showroom erlitt die «Costa Carnevalia» unter Capitana Francesca Schettino und Matrosana Marina erneuten Schiffbruch. Dieses Mal allerdings mit dem Rettungs-Gummiboot, das einen gestrandeten Passagier der «Costa Carnevalia» zum Guggenkonzert hätte chauffieren sollen. «Zwei Abende hat es überlebt, nun ist es halt ‹futsch›», meinte Frau Capitana. Vorsichtig sein mussten auch die Sennetuntschis, damit an ihrem Gewand aus Gras und Schilf nichts kaputt ging. «Wir haben es angefeuchtet, doch es trocknet schnell», erklärten Thomas und Felix.

Ebenfalls nicht ganz robust war der Euroschnäpplibus unterwegs. «Wir hoffen, dass der Heissleim, mit dem alles verklebt ist, bis zum Ende hält», sagten die Fasnachtsfrauen aus Wettingen. Stabil kam dagegen der Eurorettungsschirm daher, dem als fahrbarer Untersatz ein Infusionsständer diente. Das «Gefährt» war mit einem Wodka-Tropf bestückt, der nicht nur durstige Griechen beglückte. Ein etwas anderes Feuerwasser wurde im Indianertipi gereicht. «Es bizzeli Schnaps, echli Grenadinesirup, Wasser ond veel Chili isch drin», lüfteten Raini und Ueli das Geheimnis. Eingeheizt hat auch die Musik. Eine gelungene Premiere – sehr zur Freude der Organisatoren Urs Kohler vom «Du Parc» und Markus Hümbeli von der Badener Bloser Clique.