Niederweningen

«Der nackte Wahnsinn» kommt auf die Niederweninger Bühne

Die «Bühne Wehntal» feiert ihren 20. Geburtstag mit einem Slapstick-Stück. Wer schon immer wiessen wollte, wie es hinter einer Bühne zu- und hergeht, darf die gratis Premiere am kommenden Freitag nicht verpassen.

Der Niederweniger Theaterverein hegt einen besonderen Wunsch: Er will das anspruchsvolle Stück «Der nackte Wahnsinn» auf die Bühne bringen. Keine leichte Aufgabe.

«Vor 20 Jahren haben wir mit ‹Lampenfieber› ein vergleichbares Stück wie das aktuelle aufgeführt», sagt Katrin Brunner, Produktionsleiterin und Regieassistentin. Anlässlich des runden Geburtstags der Bühne Wehntal habe es sich beinahe aufgedrängt, mit «Der nackte Wahnsinn» den erfolgreichen Startschuss von damals zu würdigen.

Anspruchsvoll sei die Umsetzung in der Tat, betont auch die Zürcher Profi-Regisseurin Franca Basoli. «Nicht nur für die Darsteller, sondern auch für mich. Vor allem der zweite Akt hat es in sich, gibt es doch zwei Handlungsstränge, die gleichzeitig ablaufen», sagt die Regisseurin.

Zu viele wollen mitspielen

Doch die neun Amateure, die für dieses Stück ausgewählt wurden, machen ihre Sache gut. Franca Basoli hat sich aufgrund der Koordinaten eines jeden Spielers Gedanken über die richtige Besetzung gemacht. Bei einem dreistündigen Workshop wurden anschliessend die Glücklichen auserkoren, die heuer mitwirken.

«Es gibt meist mehr Interessenten als Rollen, die zu vergeben sind», sagt Katrin Brunner. Böses Blut gäbe es deshalb aber nicht. Denn man versuche, die «leer Ausgegangenen» beim nächsten Stück zu berücksichtigen.

Sie selber ist vor ein paar Jahren auf den Geschmack gekommen, bei der Bühne Wehntal mitzuwirken. Erst als Statistin, ein Jahr später, 2006, gar in der Hauptrolle im Stück «Mercadet». Für Katrin Brunner ist das Theater inzwischen eine grosse Leidenschaft geworden.

Slapstick für die Lachmuskeln

«‹Der nackte Wahnsinn› ist kein tiefschürfendes Stück, aber trotzdem nicht allzu banal gestrickt», sagt Brunner. In überspitzter Form zeige das Stück, wie es hinter den Kulissen zu- und hergeht. «Das ist Slapstick vom Feinsten und regt die Lachmuskeln an», sagt Brunner.

Die Hauptprobe am Montagabend ging gut über die Bühne. Da und dort gibt es noch etwas an der Mimik, der Gestik zu feilen. Und die eine oder andere Requisite fehlt noch. Doch bis zur Premiere am Freitag, 20. September, die aus Anlass des runden Geburtstags für alle gratis ist, sollte alles bereit sein.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1