Baden

Der neue Marronimann fühlt sich an der Badstrasse sehr wohl

Stefan Elsener ist bereit für die Kundschaft in der Badstrasse.Alexander Niedrist

Stefan Elsener ist bereit für die Kundschaft in der Badstrasse.Alexander Niedrist

Der Marroni-Verkäufer Stefan Elsener übernimmt den alten Standort von Vorgänger Lorenzo Campagna. Dem neuen Marronimann gefällt es in Baden so gut, dass er gern für immer an der Badstrasse bleiben möchte.

Was wäre die Badstrasse ohne einen Marroni-Stand? Seit Anfang Januar steht ein neuer Verkaufsanhänger an der Badstrasse. Er gehört Stefan Elsener. Der 41-jährige Marroni-Verkäufer lebt seinen Traum seit 15 Jahren. Angefangen hat er in St. Moritz mit einem kleinen Stand. Seither will er nie wieder etwas anderes machen.

«Ich habe mitbekommen, dass Lorenzo Campagna altersbedingt aufhören musste, so kam ich nach Baden», sagt Stefan Elsener. «Ich habe Lorenzo nur flüchtig gekannt. Es ist für mich eine grosse Ehre, in die Fussstapfen einer solchen Legende zu treten», fügt er hinzu.

Weil seine Ehefrau in der Nähe von Baden wohnte, hat er schon seit längerem einen Bezug zur Region. «Es ist eine wunderschöne Stadt. «Und ich fühle mich sehr wohl», sagt Elsener. «Trotzdem muss ich die Stadt und die Bevölkerung zuerst kennen lernen und mir natürlich die Kunden erarbeiten», fügt er hinzu. Der in Wohlenschwil wohnende Verkäufer bietet seine Marroni bis Ende Februar an. Ob er auch in Zukunft an der Badstrasse bleiben darf, entscheidet die Stadt Baden. «Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich auch in Zukunft hierbleiben kann.»

Vor rund 40 Jahren begann Lorenzo Campagna, an der Badstrasse Marroni zu verkaufen. Doch der gebürtige Tessiner musste letztes Jahr altersbedingt mit 84 Jahren aufhören. Mit einem Schmunzeln im Gesicht sagt Elsener: «Mein Ziel ist es, 10 Jahre länger an der Badstrasse Marroni zu verkaufen als Lorenzo Campagna.»

Öffentliche und private Anlässe

Den Rest des Jahres verbringt Elsener damit, schweizweit an verschiedenen öffentlichen und privaten Anlässen mit einem mobilen Wagen seine Marroni anzubieten. «Ich finde es schade, dass Marroni heutzutage nicht mehr so begehrt sind», sagt Elsener.

Die süssen Nussfrüchte bezieht er seit Jahren aus Dietikon, wo sie schon Lorenzo Campagna eingekauft hat. Er ist überzeugt, dass er weit und breit die günstigsten Marroni verkauft. Neben den Marroni bietet er auch Kastanienhonig und Konfitüre an.

Täglich eine Handvoll Marroni

Stefan Elsener selbst liebt Marroni über alles. Er gönnt sich jeden Tag eine Handvoll. «Am besten sind sie frisch gebraten. Und natürlich esse ich sie auch, weil sie sehr gesund sind. Mit Vermicelles hingegen kann ich gar nichts anfangen. Es schmeckt mir überhaupt nicht und gesund ist das Dessert auch nicht wirklich», fügt Elsener lachend hinzu.

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