Ende Jahr überfiel ein Mann die Raiffeisenbank an der Ringstrasse in Oberrohrdorf. Nur zwei Wochen später, Anfang Januar, wurde die Hypi-Bank in Oberrohrdorf überfallen. Obwohl die Kantonspolizei in beiden Fällen eine Grossfahndung auslöste, blieb die Suche erfolglos – bis Mitte Januar: Dann verhaftete die Polizei nach Informationen eines Passanten den Tatverdächtigen in Niederrohrdorf auf offener Strasse.

«Wir sind auf der richtigen Spur», sagte Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei, nach der Verhaftung des Mannes umgehend. Doch der Räuber wollte die Überfälle nicht begangen haben, obwohl die Raiffeisenbank gestochen scharfe Überwachungsbilder des Täters schoss und im Auto des Mannes eine täuschend echt aussehende Plastikpistole sichergestellt werden konnte.

Nach intensiven Befragungen hat er nun einen der beiden Überfälle gestanden, wie Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage der az sagt. Um welchen der beiden Überfälle es handelt, will die Kantonspolizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Mann aufgrund der guten Überwachungsbilder die erste Tat – den Raiffeisenbank-Überfall – zugab.

Die Polizei geht nicht davon aus, dass es sich beim zweiten Überfall tatsächlich um einen anderen Täter handeln könnte. Denn was weiter gegen den verhafteten Räuber spricht: Er trug bei beiden Überfällen eine auffällig blaue Windjacke. Daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis er auch das Geständnis des zweiten Überfalls ablegt.

Beim Täter handelt es sich um einen 65-jährigen Italiener aus der Region. Er befindet sich bis auf weiteres in Untersuchungshaft. (sha)