Baden
Der oder die Schönste soll Stadtammann von Baden werden

Stephan Attiger hielt am Neujahrsapéro im gut gefüllten Trafo-Saal sein letzte - kurze - Neujahrsansprache. Er plädierte dabei, am 13. Janauar den neuen Stadtammann nach optischen Gesichtspunkten zu wählen.

Martin Rupf
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Neujahrsapéro im Trafo
11 Bilder
Stephan Attiger während seiner Ansprache
Stephan Attiger prostet den Gästen zu
Sander Malien im Gespräch
Stephan Attiger (links) und Geri Müller im Gespräch
Neujahrsempfang im Trafo in Baden
Markus Schneider (rechts) inmitten einer Diskussion
Stella Palina im Gespräch mit Gästen
Servicepersonal an der Arbeit
Roger Huber im Gespräch
Die Gäste werden vom flinken Personal bewirtet

Neujahrsapéro im Trafo

Chris Iseli

«Dieses Jahr wird meine Ansprache um einiges kürzer ausfallen als in vergangenen Jahren.» Mit diesen Worten begrüsste Badens Stadtammann Stephan Attiger die zahlreichen Gäste im Trafo-Saal zum Neujahrsapéro. Dass sich Attiger kurz fassen wollte, lag nicht etwa daran, dass er extra für den Apéro aus den Bergen nach Baden gekommen war und möglichst schnell wieder zu seiner Familie in die Innerschweiz fahren wollte.

Nein, Attigers Neujahrsansprache fiel deshalb rekordverdächtig kurz aus, weil seine Amtszeit bekanntlich am 31. März endet, da er Anfang April sein Amt als Aargauer Regierungsrat antreten wird. «Ich möchte nicht voraus greifen, was nach dem 31. März passiert», so Attiger. Doch der Noch-Stadtammann schaffte es auch in seiner kurzen Rede, alles Wichtige auf den Punkt zu bringen. Bevor er den Blick in die Zukunft richtete, schaute er nochmals auf das vergangene Jahr zurück.

Höhepunkt war das Stadtfest

In diesem hatte es ihm vor allem das Stadtfest angetan: Egal wie das Fest nun geheissen habe - ob Stadtfest oder Badenfahrt - Hauptsache er habe in seiner Amtszeit kein «kleines» Fest erleben müssen, sagte Attiger lachend. «Wir Badenerinnen und Badener haben wieder einmal bewiesen, wie wir festen können.» Doch nicht nur das: In einer Zeit, in der alle sehr beschäftigt seien hätten sich unglaublich viele Menschen in der Freizeit Zeit genommen, aus dem Alltag auszubrechen und dieses wundervolle Fest auf die Beine zu stellen. «Oft wird der Begriff des berühmten Badener Geistes überstrapaziert, doch bei diesem Fest ist er einfach angebracht», sagte Attiger.

Dann richtete er den Blick doch noch kurz in die Zukunft und hielt fest: «Die Themen wie Atomausstieg oder Fluglärmstreit zeigen, dass sie nicht nur immer komplexer werden, sondern auch nicht vor Grenzen haltmachen.» Umso wichtiger werde in Zukunft die regionale Zusammenarbeit. Und: Grundsätzlich plane Baden ja immer von Fest zu Fest. Er habe seinem Regierungsratvorgänger Peter C. Beyeler das Ziel vorgegeben, dass der Verkehr an der Badenfahrt 2017 über den neu gestalteten Schulhausplatz laufe. «Nun ist dieses Ziel auf mich zurückgefallen; ich hoffe, wir schaffen das.»

Attiger kam auch kurz auf den aktuellen Stadtammann- und Stadtratswahlkampf zu sprechen. «Ich hoffe, Baden kann sich die politische Kultur bewahren, in der man gemeinsam nach einem Konsens sucht.» Und: Er habe in der Aargauer Zeitung ein Zitat gelesen, das ihm sehr gefallen habe. «Nämlich, dass mein Nachfolger gut aussehen muss. Damit kann ich gut leben. Ich gehe davon aus, dass dieses Kriterium bei meiner Wahl und Wiederwahl auch ausschlaggebend war.» In diesem Sinne schlage er vor, einfach den best aussehenden Kandidaten als Stadtammann zu wählen. Wer denn dieser sei, liess Attiger an diesem Abend aber offen.

So kurz die Ansprache, so lange dauerte dann der Apéro. Unter den Gästen befanden sich auch die Stadtammann-Kandidaten Roger Huber (FDP) - zusammen mit Frau Marie-Louise und Sohn Luc -, Markus Schneider (CVP), Geri Müller (team baden), Sander Mallien (GLP) und Stella Palino (parteilos) sowie die beiden Stadtratskandidaten Ruth Müri (team baden) und Peter Courvoisier (FDP). Welcher dieser Kandidaten sich nun nach der Wahlempfehlung Attigers am meisten Hoffnung auf eine Wahl machen kann wird der 13. Januar, oder wohl wahrscheinlicher der 3. März (zweiter Wahlgang) zeigen. Bei Wein, leckeren Häppchen und angeregten Gesprächen klang der Abend aus. Baden ist mit Schwung ins 2013 gestartet.