Wettingen

Der Rohbau des Schulhauses Zehntenhof steht

Noch ein Jahr Bauzeit– dann werden im Zehntenhof 400 Schüler unterrichtet.

Ganze Generationen junger Wettingerinnen und Wettinger wurden während rund 50 Jahren im Schulhaus Zehntenhof unterrichtet. Dann hatte das Gebäude ausgedient und wurde abgebrochen. Im Frühjahr 2017 wird der Unterricht wieder aufgenommen, allerdings im neuen und grösseren Schulhaus Zehntenhof. Ein Jahr vor der Eröffnung lud die Gemeinde zum Rundgang durch die Baustelle.

Der Rohbau des neuen Zehntenhofs ist fertig, in den meisten Räumen sind die Fenster eingebaut, doch es ist noch viel zu tun. Gemeinderat Daniel Huser ist zuversichtlich: «Wir werden das Ziel erreichen, das Gebäude in den Sportferien 2017 der Schule übergeben zu können.» Bis dahin werden die Jugendlichen weiterhin in den Provisorien in der Schulanlage Margeläcker unterrichtet.

Jürg Bischof  von Bauverwaltung Wettingen sagt, was es noch passieren muss, bis im Zehntenhof-Neubau 400 Schüler einziehen können.

Jürg Bischof von Bauverwaltung Wettingen sagt, was es noch passieren muss, bis im Zehntenhof-Neubau 400 Schüler einziehen können.

Bau kostet 25,5 Mio. Franken

Allein das normale Bevölkerungswachstum erfordert, dass Wettingen regelmässig neuen Schulraum bereitstellt. Der vom Kanton auf letztes Schuljahr vorgenommene Wechsel auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Oberstufe löste weitere Bedürfnisse aus. Wettingen entschied sich für das Modell mit dezentraler Unterstufe und zentraler Mittelstufe. Das heisst, dass die Schüler der 1. bis 4. Klassen in den Schulhäusern Altenburg, Lägern/Sulperg und Margeläcker unterrichtet werden. Die gegen 400 Jugendlichen des 5. und 6. Schuljahres werden künftig im Mittelstufenzentrum Zehntehof zusammengefasst. «Die Machbarkeitsstudie von 2010 ergab, dass ein Neubau die beste Lösung ist,» führt Daniel Huser aus. Danach wurde ein Wettbewerb durchgeführt, den das Architekturbüro Ernst Niklaus Fausch aus Aarau gewann. «Wir haben das Gebäude in zwei Flügel aufgeteilt», sagt Architekt Erich Niklaus. «Im nördlichen Trakt sind 18 Schulzimmer sowie Gruppenräume, im südlichen Trakt die Spezialräume wie Aula, Singsaal, Handarbeitsräume und Lehrerzimmer.» Verbunden sind die beiden Flügel durch einen Zwischenbau, in dem sich unter anderem die Bibliothek befindet. Das Erdgeschoss des Zwischenbaus ist offen und erlaubt so den freien Durchgang von der Zehntenhofstrasse zum Schulhausplatz Dorf. Die Baukosten liegen bei 25,5 Millionen Franken.

Neben dem Platz für lediglich 160 Schüler war die schlechte Isolation ein Grund, weshalb das alte Schulhaus weichen musste. Im neuen Schulhaus wird wesentlich weniger Heizenergie benötigt. Deshalb kann es an die bestehende Holzschnitzelheizung der Schulanlage Dorf angeschlossen werden. «Im Vergleich mit anderen Schulhäusern brauchen wir im neuen Zehntenhof pro Schüler noch ungefähr einen Viertel der Energie», sagt Jürg Bischof, Projektleiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde. Die Lüftung wird mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet. «Das Haus liegt zwischen Minergie und Minergie-P-Standard», sagt Bischof. Es soll aber nicht zertifiziert werden. Auf dem Dach wird das EWW eine Solaranlage betreiben, womit das Haus nicht nur eine Bildungsinstitution, sondern auch ein Kraftwerk ist.

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