Würenlos

Der Tägerhard wird zum Sportzentrum für Rasenspiele

Damit sich die Würenloser auch weiterhin im Schwimmbad vergnügen können, wird dieses in den nächsten Jahren schrittweise saniert. (DM)

Damit sich die Würenloser auch weiterhin im Schwimmbad vergnügen können, wird dieses in den nächsten Jahren schrittweise saniert. (DM)

Im Tägerhard erstellt die Gemeinde Würenlos einen Naturrasenplatz und im Wiemel lässt sie das Schwimmbad teilsanieren. Beide Projekte sind vom Spardruck der Gemeinde geprägt. Die Kredite wurden von der Gemeindeversammlung mit grossem Mehr genehmigt.

«Wir haben zu wenig Flächen für unsere Sportler», sagte Gemeinderat Nico Kunz, als er an der Gemeindeversammlung vom Dienstag den Antrag für einen Naturrasenplatz im Tägerhard stellte. 2014 war das Vorhaben in einer Referendumsabstimmung gescheitert. Diesmal bewilligte die Gemeindeversammlung 1,257 Millionen Franken mit grossem Mehr. Zur positiven Haltung trug auch das Versprechen der Sportvereine bei, 80 000 Franken für Sanitär- und Materialcontainer zu zahlen.

Erste Sanierungsetappe im Schwimmbad

Für die Sanierung des Schwimmbades Wiemel genehmigte die Versammlung mit grossem Mehr gegen 1 Nein bei 3 Enthaltungen 447 000 Franken. Mit dem Geld soll unter anderem das Becken mit einer Folie ausgekleidet werden. «Es ist wichtig, dass wir das Bad in den nächsten Jahren mit sanften Sanierungen weiter betreiben können», sagte Vizeammann Anton Möckel.

Die Geschäfte der Gemeindeversammlung waren vom Spardruck geprägt. Gemeinderat Lukas Wopmann stellte in der Budgetdebatte denn auch fest: «Unser Hauptproblem ist die Verschuldung. Sie liegt aktuell bei 18,7 Millionen Franken. Schliesslich wurde das Budget 2016 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 109 Prozent genehmigt.

Feuerwehrpflicht wird verlängert

Heute besteht in der Gemeinde Würenlos die Feuerwehrpflicht bis zum 44. Altersjahr. Um den Sollbestand im Feuerwehrkorps zu erreichen, erhöhte die Versammlung die Feuerwehrpflicht auf das 48. Altersjahr. Das kantonale Feuerwehrgesetz erlaubt, dass die Feuerwehrpflicht bis zum 50. Altersjahr ausgedehnt wird.

Eine weitere Neuerung beschlossen die Würenloser für das Wahlprozedere des Gemeinderates. Bisher wurden in einem ersten Schritt die fünf Mitglieder des Gemeinderates gewählt. Anschliessend wurde in einem zweiten Wahlgang aus diesen der Gemeindeammann und der Vizeammann erkoren. Neu können, wie in den meisten anderen Gemeinden, Ammann und Vizeammann ebenfalls im ersten Wahlgang bestimmt werden. «Die Gemeinde wird damit rund 10 000 Franken pro Legislatur einspare», sagte Gemeindeammann Hans Ulrich Reber.

216 der 4081 Stimmberechtigten waren an die Gemeindeversammlung gekommen. Damit unterliegen die Beschlüsse, ausgenommen die Einbürgerungen, dem fakultativen Referendum.

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