Baden
Der Theaterplatz soll besser genutzt und allenfalls neu gestaltet werden

Die Stadtfest-«Kiste» wirkt nachhaltig. In einem Postulat bittet SP-Einwohnerrätin Andrea Arezina den Stadtrat, er wolle die Gestaltung des Theaterplatzes überprüfen und aufzeigen, wie das Potenzial dieses Platzes besser genutzt werden könnte.

Roman Huber
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Eine halbe Million Franken kostete die «Kiste», die Attraktion am Stadtfest.

Eine halbe Million Franken kostete die «Kiste», die Attraktion am Stadtfest.

Am vergangenen Stadtfest Baden war die «Kiste» auf dem Theaterplatz eine der baulichen Attraktionen und zusammen mit dem Programm, das geboten wurde, das kulturelle Fest-Zentrum. Das Stadtfest 2012 indes ist Geschichte. «Wir blicken auf eine schöne Zeit voller Leben auf unseren öffentlichen Plätzen zurück», erklärt Andrea Arezina. «Besonders der Theaterplatz mit der ‹Kiste› war ein voller Erfolg», fügt die SP-Einwohnerrätin an. Das Projekt habe das Potenzial des Platzes aufgezeigt. und vor Augen geführt, dass dieses mit der heutigen Platzgestaltung bei weitem nicht ausgeschöpft werde.

Nach über 15 Jahren Diskussionen, Planungen und Referenden wurde im Mai 2007 der neu gestaltete Theaterplatz über dem Parkhaus eingeweiht. Man bedachte ihn damals mit viel Vorschusslorbeeren, nachdem er jahrzehntelang als Autoparkplatz genutzt worden war. Sehr bald zeigte sich, dass der Mergel-Belag ein Fehlgriff war. Bei schlechtem Wetter sind die Verhältnisse auf dem Platz schlecht. Bei Festen oder Veranstaltungen stellt die Benutzung ein Problem dar, weil er schmutzig ist. Ausserdem wird der Belag durch Festbauten zusätzlich verdichtet. Bei Regen bilden sich sofort Pfützen, weil das Wasser nicht versickern kann. Im Sommer ist der Platz mangels Schatten spendender Bäume rasch zu heiss für den Aufenthalt. Es ist also kein Wunder, hat die Neugestaltung bislang vorwiegend Kritik eingebracht und kaum lobende Worte.

Andrea Arezina: «Im Einwohnerrat besteht ein breiter Konsens darüber, dass der spezielle Untergrund alles andere als einladend und praktisch ist.» Auch die Abgänge seien misslungen, und es würden Grünzonen fehlen, abgesehen von den wenigen Bäumen. Arezina hat auch festgestellt, dass die Leute wohl am Rand des Platzes verweilen, aber den Platz selber nicht nutzen würden.

«Die Ursprungsidee war, den Platz so zu gestalten, dass eine Mehrfachnutzung möglich ist», fügt Arezina an. Dies habe nun dazu geführt, dass der Platz heute für keine Nutzung richtig geeignet sei. Folglich werde er trotz seiner optimalen Lage mitten im Zentrum kaum genutzt. Allgemein hatte die Stadt Baden in der Vergangenheit bereits bei der Gestaltung des Trafo-Platzes keine glückliche Hand. Auch dieser Ort wird darum kaum zum Verweilen genutzt.