100 Freiwillige verwandeln jedes Jahr die Ehrendinger Gipsgrube in ein Festgelände. Nicht nur Musikliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. «Das nicht-musikalische Programm ist uns genauso wichtig», sagt Martin Bürgin, Medienverantwortlicher des Festivals.

So bietet das Literaturzelt am Samstag neu eine kostenlose Festival-Post an: Besucher lassen sich einen Brief oder eine Geschichte schreiben, die sie dann innerhalb des Geländes verschicken können. Statt einer Adresse müssen sie der Briefträgerin eine Beschreibung des Empfängers angeben.

Ebenfalls am Samstag findet ein dreistündiger Spielparcours für Kinder statt. «Der anfangs kleine Kindernachmittag hat sich mittlerweile zu einem eigentlichen Event im Event entwickelt», erklärt Martin Bürgin. Ein «Ein-Mann-Zirkus» mitten auf dem Gelände sowie ein Improvisationstheater runden das nicht-musikalische Angebot ab.

In Sachen Musik ist den Organisatoren vor allem die Vielfalt wichtig: «Dafür stehen wir», so Bürgin. Die Musik spielt am Festival des Arcs nicht nur auf der Bühne. Verschiedene Musiker bewegen sich frei auf dem Gelände und sorgen so für gemütliche Unterhaltung. Ein Künstler spielte 2013 seine Gitarrenlieder direkt bei den WCs. Nun wirbt das Festival explizit mit seinem «Toilettenmusiker».

Bar-Sortiment umgestellt

Auch die Verpflegung ist ungewöhnlich: Vom Fleischesser bis zum Veganer - alle sollen satt werden. Für dieses Jahr haben die Organisatoren zudem das Bar-Sortiment umgestellt: Die Drinks sind neu allesamt biologisch, Lieferant ist eine Destillerie in Stetten. «Die Barpreise bleiben aber gleich, auch wenn der Einkauf für uns so etwas teurer wird», verspricht Martin Bürgin.

Auch die Zusammenarbeit mit den Bauern aus der Region sei dem Festival wichtig. Für die Füllung der Crêpes gehen die Helfer selber Erdbeeren pflücken.

Obwohl das Festival während der Fussball-Weltmeisterschaft stattfindet, bietet es kein Public Viewing an. Bürgin macht sich deswegen keine Sorgen: «Unser Zielpublikum verkraftet das.»

Die Besucher des Festival des Arcs zeigen sich auch sonst offen für Neues: «Manche Camper stellen ihr Zelt schon am Mittwoch auf und helfen uns dann beim Aufbau. Das sind schöne Geschichten», erzählt Bürgin.

Weitere Informationen zum Festival des Arcs und Programmhinweis finden Sie hier.