Ein weiterer Schritt bei der Neugestaltung des Schulhausplatzes steht an: Ab heute startet die Bauphase 2.2. Wie viele Verkehrsteilnehmer vielleicht selber erahnt haben, besteht die wichtigste Änderung in einer neuen Streckenführung.

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«Die Fahrbahnplatte vor dem Falkengebäude ist nun fertiggestellt», sagt der Gesamtprojektleiter des Kantons, Marcel Voser. Das ist insofern von Bedeutung, weil die Bauarbeiter beim Bezirksgebäude in Kürze eine neue Baugrube ausheben werden.

Damit dies möglich ist, wird der Verkehr von der Mellinger- sowie der Bruggerstrasse durch den Schlossbergtunnel und umgekehrt neu in Richtung «Falken» verschoben – über die frisch asphaltierte Fahrbahnplatte vor dem Wohn- und Geschäftshaus.

Im Zuge des Fahrbahnwechsels werden auch die Strassenmarkierungen und die Lichtsignale angepasst. Deshalb regelt voraussichtlich noch bis morgen Abend ein Verkehrsdienst den Knoten am Schulhausplatz. «Geht alles nach Plan, soll ab Montag die neue Streckenführung gelten», sagt Voser. Bei schlechtem Wetter würde die Umstellung tageweise verschoben.

Vor der Baustelle – nach der Baustelle: Der Verkehrsfluss über den alten (links) und den neuen Schulhausplatz in der Simulation.

Vor der Baustelle – nach der Baustelle: Der Verkehrsfluss über den alten (links) und den neuen Schulhausplatz in der Simulation.

Die Routen werden zwar neu geführt, doch die Verkehrsbeziehungen bleiben gleich – auch die Zufahrten zu den Liegenschaften sind gewährleistet. Für die Fussgänger ändert sich nichts: Sie gelangen weiterhin über die gedeckte Passerelle und den Fussgängertunnel vom Falkengebäude zum Cordulaplatz und umgekehrt.

Wer dort bei Gelegenheit einen Blick in die unterirdische Fussgängerebene wirft, sieht, wie weit diese fortgeschritten ist. «Die Fussgängerebene ist von der ‹Kiste› zum ‹Falken› durchgehend realisiert», sagt der Gesamtprojektleiter. Jetzt müsse noch die gesamte Passagenfläche im Bereich des Bezirksgebäudes und des Cordulaplatzes gebaut werden, zudem die Zugänge von der «Kiste» und dem «Falken».

Bustunnel wird nun verbunden

Die neue Grube beim Bezirksgebäude ist für den Bau des neuen Bustunnels vorgesehen – dem Kernelement des Millionenprojekts (siehe Kontext). Zwar ist der Bereich des Bustunnels Richtung Wettingen bereits weitgehend gedeckt. Doch: «Nun geht es darum, den Bustunnel zwischen ‹Falken› und Bezirksgebäude zu realisieren und zu verbinden», erklärt Marcel Voser.

Rund vier Monate sollen die Bauarbeiten dauern, wobei im Frühjahr neu auch an der Neuenhofer-, an der Bruggerstrasse sowie auf der Seite des Cordulaplatzes gearbeitet wird. In der zweiten Jahreshälfte ist vorgesehen, dass die Tunnelgarage gedeckt und die Fahrbahn auf der Bruggerstrasse fertiggestellt wird. «Der grösste Teil der Verkehrsebene soll bis zur Badenfahrt im August realisiert sein», sagt Voser. Die Fussgängerebene wird voraussichtlich ab Anfang 2018 passierbar sein.

Bauarbeiten beim Schulhausplatz Baden

«Badener Tagblatt»-Redaktor Roman Huber erklärt einen Teil der Bauarbeiten beim Schulhausplatz Baden.

Mit Beginn der neuen Bauphase heute Samstag werden die Arbeiter, weiterhin in zwei Gruppen aufgeteilt, von 6 bis 22 Uhr auf dem Schulhausplatz am Werk sein. «Ursprünglich war vorgesehen, den Zweischicht-Betrieb bereits kurz nach Baustart einzuführen», blickt Voser zurück.

Doch weil die Bauarbeiten aufgrund der Platzverhältnisse parallel ausgeführt werden konnten, habe sich das als nicht nötig erwiesen. «Erst im November 2016, als es in den Baugruben zu eng wurde, um in zwei Gruppen zu arbeiten, haben wir auf den Zweischicht-Betrieb zurückgegriffen.» Die Bauarbeiten würden also im Plan liegen und keineswegs im Rückstand sein, betont der Gesamtprojektleiter.

Die Baustelle am Schulhausplatz im Bild-Zeitraffer: