Wettingen
Der Wald soll auch ein Kindergarten sein

Der Gemeinderat soll eine klare und vollständige Vorlage für einen Natur- und Bewegungskindergarten ausarbeiten. Dies verlangt der Einwohnerrat entgegen dem Willen der Exekutive. Diese wollte das Thema abschreiben.

Dieter Minder
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Die Möglichkeit, dass es in Wettingen einmal einen Natur- und Bewegungskindergarten (NBK) geben wird, ist gestiegen. Gegen den Willen des Gemeinderates verlangt der Einwohnerrat an der Sitzung am Donnerstag eine vollständige Vorlage inklusive Kreditbegehren. Er folgte damit dem Antrag der Geschäftsprüfungskommission (GPK) mit 23 zu 21 Stimmen, bei 2 Enthaltungen. Der Gemeinderat wollte das Thema ohne die finanziellen Konsequenzen abzuklären abschreiben. Das hat ihm sowohl von der GPK wie aus den Lagern von CVP, SP und Wettigrüen massive Kritik eingebracht. Mehrheitlich gegen einen Waldkindergarten und damit eine Vorlage votierten SVP, FDP sowie EVP und Forum 5430. Das Thema Natur- und Bewegungskindergärten hatten Robin Bauer (CVP) und Patrick Bürgi (CVP) am 10. November 2011 mit einem Postulat auf die politische Traktandenliste gesetzt. Öffentliche Natur- und Bewegungskindergärten gibt es im Aargau erst in Windisch, Zofingen, Kölliken und Magden.

Anschliessend hat der Rat vier Kreditabrechnungen jeweils einstimmig angenommen. Es waren dies die Sanierung der Kugelfänge in der Schiessanlagen Eigi und Limmatau sowie Strassen- und Werkleitungssanierungen in den Gebieten Aeschstrasse und Klosterfeld.

Das Postulat von Holger Czerwenka, für eine faire Verteilung der Plakatplätze auf gemeindeeigenen Wahlständern im öffentlichen Raum wurde stillschweigend überwiesen.

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