Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerungszahl Ehrendingens um 38 Prozent angestiegen. Zwar endet diese Zeit des Wachstums bald, weil derzeit die letzten freien Flächen der Gemeinde überbaut werden, wie Ammann Hans Hitz kurz nach seinem Amtsantritt sagte (az vom 21. Januar). Die Folgen des Wachstums aber werden den Gemeinderat noch einige Jahre beschäftigen –  das zeigt ein Blick auf die Legislaturziele. Viele der Herausforderungen der kommenden Jahre hängen mit der Bevölkerungszunahme zusammen.

Das Wachstum habe beispielsweise Auswirkungen auf die Verwaltung, erklärte Hans Hitz an einer Pressekonferenz. «Die Belastung ist angestiegen, teils müssen Mitarbeiter viel Überzeit leisten. Darauf müssen wir als Arbeitgeber reagieren.» Man prüfe nun, ob die Abläufe verbessert werden könnten, möglicherweise müssten in den nächsten Jahren aber Stellenprozente hinzugefügt werden.

Diskutieren wolle man in der Amtsperiode auch die Frage, wie viel Verwaltungsfläche die Gemeinde brauche. Drei Varianten werden geprüft: Man könnte erstens die beiden Standorte in Unterehrendingen und Oberehrendingen weiter entwickeln, sie zweitens an einem der bestehenden Standorte zusammenführen oder drittens «auf der grünen Wiese ganz etwas Neues entwickeln», wie es Hitz formulierte.

Im Ressort Bildung hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, Tagesstrukturen – bisher ein Pilotprojekt – definitiv einzuführen. Die Nachfrage hierfür steige stetig, sagte Gemeinderätin Heidi Maurer. Umgesetzt werden soll auch das Schulhauskonzept – das Schulhaus Ifängli zum Beispiel soll erweitert werden. Neu diskutiert werden soll in dieser Amtsperiode auch die Frage nach einer neuen Sporthalle. Diskussionen an der Zukunftswerkstatt hätten gezeigt, dass sich viele Vereine eine grössere Halle wünschen, in denen auch einmal ein Turnier stattfinden könne.

Grosses Thema in Ehrendingen sei der Verkehr, sagte Urs Burkhard. Erstellt werden soll hierfür in den nächsten Jahren ein kommunaler Gesamtplan. Das Strassennetz sei in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt worden. Gemäss Legislaturplan sollen einige Gemeindestrassen saniert werden.

Viele weitere Ziele hat sich der Gemeinderat gesetzt: Die Revision der allgemeinen Nutzungsplanung, die Erarbeitung eines Konzepts für die Öffentlichkeitsarbeit sowie eines Kodex für das Verhalten im öffentlichen Raum oder die Einführung eines internen Kontrollsystems für die Verwaltung, um nur einige zu nennen.