Baden
Die Baldegg präsentiert sich rutschig und schlammig

Teilnehmerrekord am Radquerrennen «Süpercross» – die schwierigen Bedingungen waren auch für Weltklassefahrer eine Herausforderung.

Thomas Bucher
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Ein grün-weisses Labyrinth: Die Badener Radquer-Rennstrecke aus der Vogelperspektive. Flairpix/ZVG

Ein grün-weisses Labyrinth: Die Badener Radquer-Rennstrecke aus der Vogelperspektive. Flairpix/ZVG

Flairpix/Süercross Baden

Ein Ausflug auf die Baldegg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien aus der Region. Doch an diesem Wochenende kamen die Scharen von Familien aus der Ferne. Tschechen, Slowaken, Belgier, Franzosen und Dänen feuerten ihre Kinder, Schwestern, Brüder, Eltern zum Wettkampf im Radquer-Rennen auf zwei Rädern an. Das Süpercross zog am Wochenende wie gewohnt Elitefahrer aus ganz Europa nach Baden. Heuer reichte es gar für einen neuen Teilnehmerrekord mit fast 400 Voranmeldungen.

Je glitschiger, desto schwieriger

Den Renntag hatte es pünktlich zum Start am Morgen verregnet, was eine Herausforderung für alle Fahrer bedeutete. «Aus sportlicher Perspektive sorgen die feuchten Bedingungen für noch spannendere Rennen. Zudem steigen die technischen Anforderungen», war für den OK-Präsidenten, Christian Rocha, von Anfang an klar. Der glitschige, nasse Untergrund erschwerte das Fahren jenseits des Asphalts. Vor allem die Wiesenabschnitte hatten sich in den Fahrspuren mehrheitlich zu Schlamm verwandelt.

Hinter dem Restaurant Baldegg reihten sich die fahrbaren Rennställe der Veloteams: Kleinbusse und Wohnmobile. Vor dem ersten Rennstall wärmte sich Favoritin Sanne Cant aus Belgien auf. Sie spulte, wie in diesem Sport üblich, auf drehbaren Rollen einige Kilometer an Ort ab. Das intensive Warm-Up sollte sich auszahlen: Sanne Cant gewann den Süpercross der Frauen am Nachmittag.

Dass das Velofieber in der Familie weitergegeben wird, bewies Luca Schättli. Der Wädenswiler gewann das Rennen in der Kategorie «Schüler». Sein Vater war während Jahre ein Schweizer Spitzenfahrer gewesen. In der Kategorie «Jedermann» stand im ersten Rennen des Tages der Spass im Vordergrund. Hier traten Männer und Frauen gemeinsam an.

Lukas Flückiger, der ursprüngliche Favorit, nahm nicht am Rennen teil: Er war erst drei Stunden vor Rennbeginn vom Weltcup in Norwegen zurückgekehrt und hatte sich wegen einer Verletzung aus einem vorherigen Rennen vom Start zurückgezogen.

Die Organisatoren des Trägervereins «Süpercycling Baden» hatten sich innovativ gezeigt: Sie berichteten live via Facebook, Twitter und Website vom Event und verkündeten über die Web-Kanäle die Ranglisten. Ein Quadrokopter, eine Art Helikopter-Drohne in Miniatur, drehte seine Runden über die Rennstrecke und filmte mittels Go-Pro-Kamera den Verlauf der Rennen.

Rangliste: www.süpercross-baden.ch