Die ersten Entwürfe für das Brisgi der Zukunft liegen vor. Die Quartierbevölkerung erhält Einblick in die städtebaulich unterschiedlichen Vorstellungen der drei an der Testplanung beteiligten Planungsteams.

Ein Vorschlag führt die Bebauung der bestehenden Punkthäuser und des 21-stöckigen Hochhauses Limmatturm fort, setzt dagegen weitere Wohnbauten als Reihenhäuser geordnet an den Hang, womit eine grosse Freifläche umschlossen wird. Ein zweiter Entwurf sieht drei Sockel mit je zwei Längsbauten in ostwestlicher Ausrichtung vor; auf beide Seiten jeweils mit viel Grünraum. Der dritte Entwurf präsentiert drei Gruppen von Hochhäusern so in das Gelände, dass Freiraumbeziehungen entstehen können.

Arealentwicklung im Brisgi in Baden

Arealentwicklung im Brisgi in Baden

Qualität und Nachhaltigkeit

Die Stadt strebt auf einer ihrer letzten grossen nicht bebauten Landfläche eine qualitätvolle, nachhaltige Entwicklung an. Attraktiver Wohnraum soll entstehen mit innovativen Wohnformen für Familien, für Generationenwohnen. Die Stadt wird mit einer öffentlichrechtlichen Stiftung selber Wohnraum erstellen. Das Stimmvolk hat einen Betrag von 10 Millionen Franken beschlossen.

Zum ersten Mal lässt die Stadt Baden eine Arealentwicklung im Testplanverfahren durchführen. In einer Präqualifikation wurden im Oktober aus 19 angemeldeten interdisziplinären Planungsteams drei für das Testplanverfahren ausgewählt. Mit Egli Rohr Partner AG ist auch ein Büro aus Baden-Dättwil beteiligt.

Gemäss der Aufgabenstellung der Stadt zeigen die Teams städtebauliche Lösungen für das Areal auf. Dazu gehören Grundstruktur, Bebauungsformen, Dichte, mögliche Nutzungen und Freiräume. Das Brisgi-Areal ist auch als Gebiet für Hochhäuser vorgesehen. Wie hoch dann gebaut wird, das soll aus der Testplanung hervorgehen, Rolf Wegmann, Leiter Entwicklungsplanung der Stadt Baden. Wichtige Themen sind zudem die Definition der Zielgruppen, die Wohnformen sowie die Vernetzung mit dem Quartier, von dem das Brisgi durch die Bahnlinie abgetrennt wird.

Ideen werden weiterentwickelt

«Was letztlich herauskommt, kann anders aussehen als das, was wir hier sehen. Es handelt sich um erste Entwürfe, die weiterentwickelt werden», erklärt Wegmann. Der Einbezug der Quartierbevölkerung wird als wichtig erachtet. Alle Interessierten sind an den runden Tisch geladen, um sich einerseits über die Zukunft des Brisgi zu informieren, andererseits, um mitzudiskutieren.

Die Projektvorschläge werden anschliessend weiterbearbeitet und Ende Juni abschliessend beurteilt. Sie bilden die Basis für den anschliessenden Architekturwettbewerb.

Runder Tisch: morgen Donnerstag,
15. März, 18 Uhr in der Aula des Schulhauses Kappelerhof.