Fislisbach
Die Bezirksschüler gehen künftig nach Mellingen

Alle Geschäfte wurden an der Gemeindeversammlung genehmigt – Viele Gegenstimmen gab es weder bei der Rechtsformänderung des Alterszentrums Rohrdorferberg-Reusstal noch bei der Auslagerung der Oberstufe nach Mellingen.

Carolin Frei
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Die Stimmbürger hiessen sämtliche Geschäfte gut.Carolin Frei

Die Stimmbürger hiessen sämtliche Geschäfte gut.Carolin Frei

Carolin Frei

117 von total 3389 stimmberechtigten Fislisbachern nahmen an der Sommergmeind in der Turnhalle Leematten teil. Wegen der unsicheren Wetterlage zogen es die Verantwortlichen vor, die Versammlung im «Scherme» abzuhalten.

Der Gemeindebeitrag von maximal 137’882 Franken für den Umbau und die Erweiterung des Kurtheaters Baden wurde genauso gutgeheissen wie die Rechtsformänderung des Gemeindeverbandes Regionales Alterszentrum Rohrdorferberg-Reusstal in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft.

Allerdings gab es bei diesen beiden Anträgen je zwei Gegenstimmen. Wegen der Rechtsformänderung des Altersheims musste sogar ein Notar zugegen sein, der die Abstimmung verfolgen und deren Richtigkeit dann bestätigen musste.

Das Altersheim wird neu den Namen «Alterszentrum am Buechberg AG» tragen. Die Aktien sind in einem Verteilschlüssel an die beteiligten Gemeinden zugeteilt worden. Während dreier Jahre ist kein Handel damit möglich.

Die Integration der neuen Fislisbacher Bezirksschüler in die Bezirksschule Mellingen-Wohlenschwil wurde problemlos bewilligt. Bereits ab 1. August kommt diese Vereinbarung zum Tragen.

Die 16 Fislisbacher Bezirksschüler, die die Schulbank in Baden drücken, werden dort verbleiben. Diese Änderung tritt nur in Kraft für die neu eintretenden Bezirksschüler. Auch die Real- und Sekundarschulstufen, die bereits dem Gemeindeverband Mellingen-Wohlenschwil angeschlossen sind, werden nach Mellingen verlegt.

Dies allerdings erst, wenn die Schulhauserweiterung Bahnhofstrasse abgeschlossen ist, was 2015 der Fall sein dürfte. Trotz des Wegzugs der Oberstufe werde es längerfristig Platzprobleme in Fislisbach geben, ist der Gemeinderat überzeugt.

Ohne Gegenstimme wurden Dmitry Michailovich Linde, 1972, und Ehegattin Irina Vadimovna Linde geb. Ljachovskaja, 1972, beide russische Staatsangehörige, das Gemeindebürgerrecht erteilt.

Auch für die übrigen Anträge gabs grünes Licht. Doch: Alle Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum - das Quorum lag bei 678 Stimmen.