Schräge Saxofonklänge schallten durch das Kellertheater im Gluri-Suter-Huus: Die Geschichte «Die Bienenkönigin» fängt in der Inszenierung von Roosaroos laut und schrill an. Viele Kinder reckten aufgeregt ihre Hälse, um ja nichts zu verpassen.

Die Hauptfiguren, Dummling und seine zwei Brüder, machen sich im Märchen der Brüder Grimm auf eine Reise. Unterwegs begegnen sie einem Ameisenschwarm, passieren einen Ententeich und finden sich vor einem Bienenstock wieder. Während die zwei übermütigen Brüder die Tiere töten wollen, hält Dummling sie davon ab und will die Lebewesen in der Natur schützen.

Diese danken es ihm anschliessend bei der Prüfung, die ein weiser alter Mann im versteinerten Schloss den drei Brüdern stellt: Eintausend Perlen von der Königstochter gilt es zu suchen, den Schlüssel zu ihren Gemächern aus dem See zu fischen und herauszufinden, welche von den drei Töchtern des Königs die jüngste und liebste ist. Und es ist der anfänglich verspottete Dummling, der zum Schluss dank seiner Grossherzigkeit und mithilfe der Tiere als Gewinner dasteht und sie zur Frau nehmen kann. Ein Happy End, wie es sich für ein Märchen gehört. Mit einfachen Sätzen und in Mundart vermitteln Silvia und Stefan Roos den Gang der Handlung. Nahtlos verschmelzen die beiden Spieler mit ihren Figuren. An ihren Gesichtern und Gesten lassen sich Staunen, Angst und Freude ablesen.

Schlichtes Bühnenbild

Musik ist ein wichtiger Bestandteil des Stücks. Nebst Saxofon spielt Silvia Roos Mundharmonika und singt. Das Bühnenbild ist schlicht gehalten und birgt doch einige Überraschungen: So wird aus einem dreigabeligen Ast das Königsschloss, den Bienenschwarm macht eine raffinierte Drahtkonstruktion aus, die Silvia Roos auf dem Kopf trägt. «Wir arbeiten mit möglichst einfachen Requisiten», sagen die beiden, «so bleibt den kleinen Zuschauern viel Platz für eigene Fantasien.»

Weitere Infos auf www.roosaroos.ch