Gebenstorf

Die Denkmalpflege wurde gleich zweimal eingeschaltet

Pfarrhaus der Reformierten Kirchgemeinde Gebenstorf. Foto: wal

Pfarrhaus der Reformierten Kirchgemeinde Gebenstorf. Foto: wal

Sowohl für das reformierte Pfarrhaus wie für das Kosthaus am Limmatspitz liegen Umbaugesuche vor. Beide stehen unter Schutz. Ob es zum Umbau kommt, liegt in den Händen der Denkmalschützer.

Das reformierte Kirchgemeindehaus an der Hinterrebenstrasse soll saniert und teilweise umgebaut werden. Das unter Substanzschutz stehende Gebäude direkt gegenüber der reformierten Kirche wurde 1767 erbaut. Über die Jahre wurden verschiedene kleinere An- und Umbauten getätigt.

1970 wurde als letzte grössere Baumassnahme eine doppelgeschossige Betonterrasse angebaut, die aus heutiger Sicht als «Bausünde» bezeichnet werden muss. Diese Terrasse soll mit dem Umbau nun wieder entfernt und durch eine Konstruktion aus Stahlstützen und Kalksandstein ersetzt werden. Die gesamte Konstruktion wird mit einer vertikalen Stulpschalung aus gestrichenem Holz verschalt.

Von der kantonalen Denkmalpflege werden in einer ersten positiven Stellungnahme der vorgeschlagene teilweise Rückbau des Balkons und seine neue Materialisierung in Holz ausdrücklich begrüsst. Der Gemeinderat wird nach Vorliegen der definitiven Stellungnahme über das Baugesuch entscheiden.

Eingriffe auch an Kosthaus

Das um 1870 errichtete Kosthaus nördlich des BAG-Areals weist im Kellergeschoss, welches bei Hochwasser immer wieder überflutet wurde und deshalb kaum genutzt werden kann, Schwächungen in der Statik auf. Um hier die statisch tragenden Bauteile verstärken zu können, möchten die Besitzer auf der Nordseite des Gebäudes einen neuen Zugang zum Kellergeschoss schaffen. Es ist vorgesehen, die Kellerabgänge in den Wohnungen aufzuheben. Da dieses Gebäude ebenfalls unter Substanzschutz steht, wird die Denkmalpflege auch zu diesem Baugesuch Stellung nehmen, bevor eine Baubewilligung erteilt werden kann. (az)

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