Am 18. Oktober findet in Baden der 1. Wahlgang im Kampf um den Stadtratssitz statt, der durch den Rücktritt von Kulturvorsteherin Daniela Berger (SP) frei wird. Das Rennen um den Einzug in die Stadtregierung verläuft spannend, denn gleich drei Kandidaten stellen sich zur Wahl: Jürg Caflisch (SP), Erich Obrist (parteilos) und Mario Delvecchio (FDP). 

Das «Badener Tagblatt» lädt seine Leserinnen und Leser am kommenden Montag herzlich zum öffentlichen Podium in der alten Druckerei des BT-Hochhauses in Baden ein. Die Diskussionsrunde startet um 18.15 Uhr.

Die erste halbe Stunde wird als Live-Sendung von Tele M1 übertragen und von Chefredaktor Christian Dorer moderiert. Ab 19 Uhr stellen sich die Kandidaten den kritischen Fragen von Martin Rupf (BT-Ressortleiter) und Roman Huber (BT-Autor). Auch das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen.

Das Podium soll den BT-Leserinnen und -Lesern ermöglichen, sich ein Bild von den drei Kandidaten zu verschaffen. Fragen stellen sich viele, zum Beispiel: Sind die grossen Erwartungen der FDP in Mario Delvecchio berechtigt?

Mit seiner Wahl würden die bürgerlichen Parteien die 2013 verlorene Mehrheit im Stadtrat wieder von Rot-Grün zurückerobern. Oder: Hat Erich Obrist genug Format, um die Wahl auch ohne Unterstützung einer Partei zu schaffen? Und: Mit welchen Argumenten will Sozialdemokrat Jürg Caflisch Stimmen aus dem Lager der politischen Mitte erobern?

Gespannt sein darf man auf die Begegnung zwischen Jürg Caflisch und Erich Obrist. Caflisch obsiegte Anfang Juli in einer parteiinternen Ausmarchung sehr knapp, der unterlegene Erich Obrist trat danach aus der SP aus und steigt nun als wilder Kandidat in den Ring.

Caflisch kritisierte diesen Alleingang in der «Schweiz am Sonntag» scharf: «Ich denke, wir werden weiterhin einen sachlichen, aber sicher kühleren Umgang pflegen als bisher. Ich bin menschlich sehr enttäuscht von Erich Obrist. Mir würde es nie in den Sinn kommen, nach einer in einem fairen Auswahlverfahren erlittenen Niederlage aus der Partei auszutreten oder wild zu kandidieren.»

Weil drei Kandidaten zur Stadtratsersatzwahl antreten, ist ein zweiter Wahlgang nicht unwahrscheinlich. Dieser würde am 22. November stattfinden.