Baden
Die dritte «Exposenio» im Trafo lieferte neue Ideen zur Lebensgestaltung im Alter

Die dritte Seniorenmesse im Trafo erwies sich mit über 70 Messeständen und rund 2500 Besucherinnen und Besuchern grösser und vielfältiger denn je.

Ursula Burgherr
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Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
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Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo-Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden
Expo Senio 2018 im Trafo in Baden

Expo Senio 2018 im Trafo in Baden

Ursula Burgherr

«Vom Fitnesszentrum bis zum Bestattungsinstitut ist an der ‹Exposenio› alles vorhanden, was das Leben ausmacht», erzählte der Marketing- und Kommunikationsverantwortliche Louis Dreyer. Mit diesen zwei extremen Gegensätzen brachte er die Bandbreite der Dienstleistungen, Hilfsmittel und Aktivitäten auf den Punkt, welche am eintägigen Event für den dritten Lebensabschnitt geboten wurden.

Der vom Seniorenrat Region Baden organisierte Anlass im Trafo erwies sich mit über 70 Messeständen und rund 2500 Besucherinnen und Besuchern grösser und vielfältiger denn je. Unter anderem waren Ärzte vom Kantonsspital Baden vor Ort, die altersspezifische Gesundheitsfragen beantworteten. Die Apotheke Wyss aus Baden reichte verschiedene Duftboxen zum Beschnuppern herum, um die körpereigenen Endorphine und das Gedächtnis zu aktivieren. Das Regionale Pflegezentrum Baden stellte sein Tages- und Nachtzentrum vor. Dort werden Betreuungsbedürftige kurzfristig stunden- oder tageweise aufgenommen, um Angehörige zu entlasten.

Alles zum Ausprobieren

Verschiedene Vereine präsentierten Aktivitäten unterschiedlichster Art. Niemand muss einsam sein. «Wichtig ist, dass ältere Menschen von sich aus aktiv werden und nicht warten, bis ihnen etwas zugetragen wird», meinte Ruth Blum, Präsidentin der Arbeitsgruppe «Exposenio». Von superbequemen Wanderschuhen über das Seniorenmobil bis hin zum Pflegebett stand alles zum Erkunden bereit und widerspiegelte, welch unterschiedliche Facetten das Alter haben kann. Eine Gruppe von Lernenden der Berufsfachschule BBB Baden half betagten Besuchern bei jeglicher Art von Problemen mit ihrem Smartphone oder Tablet. Unter dem Sonderthema «Digitale Welt» standen verschiedene Referate auf dem Programm und der Vortragssaal war immer voll besetzt. Alexander Seifert, vom Zentrum für Gerontologie an der Uni Zürich, sprach über Potenzial und Barrieren der neuen digitalen Welt für Senioren. «Die Digitalisierung wird massiv in die Zukunft eingreifen.

Das hat Vorteile für Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist. Sie können mit der Umwelt weiterhin in Kontakt bleiben», meinte der Soziologe. Er erinnerte daran, dass der kürzlich verstorbene Physiker Stephen Hawking nur noch dank eines massgeschneiderten Computers kommunizieren konnte. Doch er sprach auch Vorbehalte an, die betagte Menschen davon abhalten, einen Computer zu nutzen. Sicherheitsbedenken seien häufig. Und die Furcht, der neuen Technologie nicht mehr mächtig zu sein. Der ganz grosse Erfolg, den die «Exposenio» ausmacht, bleiben aber die persönlichen und intensiven Gespräche, die an den verschiedenen Ständen entstehen. «Wer hier war, nimmt nicht nur einen Flyer mit nach Hause, sondern oft auch wertvolle Ratschläge und Ideen, wie er seine jetzige oder zukünftige Lebenssituation besser gestalten kann», sagte Ruth Blum.

Umfrage: Was ist für Sie im Alter besonders wichtig?

Ruth Blum, Baden-Dättwil. «Wichtig ist, dass man so lange wie möglich raus geht, Kontakte pflegt und sich engagiert. Und nicht einfach abwartet, was das Leben noch bringt.»
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Karl Wiederkehr, Würenlos. «Ich möchte weiterhin neugierig bleiben, reisen und die Welt entdecken. Am wichtigsten auf die alten Tage sind für mich aber Gesundheit und Zufriedenheit.»
Katherine Rub, Birr und Leonie Born, Zofingen. «Für uns ist im Alter eine gute Unterstützung wichtig. Wer digital vernetzt ist, bleibt mit der Aussenwelt in Kontakt und vereinsamt nicht.»
Eva Grädel Projektleiterin Museum Aargau. «Am wichtigsten wird mir im Alter wohl sein, dass ich mein Leben möglichst selbstständig so gestalten kann, wie es mir entspricht.»
Bruno Isler, Wettingen. «Gesund zu bleiben ist das A und O. Zudem braucht man ein Netzwerk, das einen trägt.»

Ruth Blum, Baden-Dättwil. «Wichtig ist, dass man so lange wie möglich raus geht, Kontakte pflegt und sich engagiert. Und nicht einfach abwartet, was das Leben noch bringt.»

ubu

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