Baden Wettingen
Die Eisenbahnbrücke soll auch eine Velobrücke werden

Der direkte Fussweg zwischen Baden und Wettingen, über die Untere Limmatbrücke, soll für verbreitert und damit auch zum Veloweg werden. Rund 3 Millionen Franken wird das die Gemeinden kosten. Der Bund wird das Projekt mit bis zu 40% Subventionieren.

Dieter Minder
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Unter der Eisenbahnbrücke ist die Limmat noch sehr naturnah
8 Bilder
Unter der Eisenbahnbrücke führt der Kulturweg durch
Die mächtige Stahlkonstruktion der Eisenbahnbrücke blick in Richtung Baden
Radfahrer unterwegs in Richtung Baden
mit der geltenden Signalisation könnte die Brücke zur Bussenfalle werden
Die Eisenbahnbrücke überwindet das Limmattal
Die Eisenbahnbrücke ist Teil der SBB Linie von Brugg nach Zürich
Der Radweg zwischen Baden und Wettingen

Unter der Eisenbahnbrücke ist die Limmat noch sehr naturnah

Alex Spichale

«Mit der neuen Verbindung bieten wir den Velofahrern eine sichere Alternative zur Hochbrücke», sagt der Wettinger Gemeinderat Felix Feiner. Dazu soll der Fussgängersteg der SBB-Brücke Baden Wettingen zu einem Rad- und Fussgängerweg von 1,7 auf 2,4 Meter verbreitert und, dessen Geländer auf 1,3 Meter erhöht werden.

Die Zufahrten vom Ländliweg und vom Bahnhof her, sollen ebenfalls ausgebaut werden. Die Kosten von drei Millionen Franken (siehe Tabelle) teilen sich die Gemeinden auf. Vorerst müssen aber die Einwohnerräte das Geld bewilligen.

Baukosten und Kostenverteiler

Abschnitte Baden / Wettingen / Total
Abschnitt 1, Anschluss Seite Baden, Ländliweg 1 030 000 / - / 1 030 000
Abschnitt 2, Steg Limmatbrücke 840 000 / 840 000 / 1 680 000
Abschnitt 3, Anschluss Seite Wettingen - / 355 000 / 355 000
Kosten für alle 3 Abschnitte 1 870 000 / 1 195 000 / 3 065 000

Bund diktiert das Bauprogramm

Das Projekt ist in drei Abschnitte unterteilt. Der Abschnitt 1 ist die zirka 320 Meter lange Zufahrt vom Ende des Ländliweges bis zur Brücke. Der Abschnitt 2 umfasst die rund 165 Meter lange Brücke und der Abschnitt 3 der zirka 140 Meter lange Zugang zur Brückenstrasse in Wettingen.

Die Bauzeiten gibt der Bund vor. «Der Brückenteil gehört zum Agglomerationsprojekt erste Generation, deshalb müssen wir die Brücke 2014 bauen, damit wir den Beitrag von 40 Prozent erhalten», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Die Zugänge sind im Agglomerationsprogramm 2. Generation. «Deshalb müssen sie 2015 gebaut werden.»

Platanen werden geschützt

Im Bereich der Brücke ist geplant, eine breitere Fahrbahnplatte auf die bestehende stählerne Tragkonstruktion zu montieren. Um deren heutiges Eigengewicht nicht zu überschreiten, sollen leichtere Materialen verwendet werden.

Mehr Aufwand erfordert der Zugang vom Ländliweg her. Er ist von mächtigen Platanen gesäumt, die ihm einen einzigartigen Charakter verleihen. Ein Gutachten der Tilia Baumpflege Frick hat ergeben, dass ein Ausbau des Weges nicht möglich ist, ohne deren Wurzeln zu schädigen. Deshalb kann auch die Stützmauer nicht ersetzt werden. Als Lösung ist der Bau einer Ausweichstelle vorgesehen.

Deren Lage soll mit dem Detailprojekt und nach weiteren Sondierungen nach den Wurzeln festgelegt werden. Als Alternative wäre eine aufwendige Brückenkonstruktion über den bestehenden Weg denkbar, die aber nicht ins Landschaftsbild passen würde.

Rampe zur Schwimmbadstrasse

Auf der Wettinger Seite schliesst der Brückensteg an die Überführung Schwimmbadstrasse an. Da diese keine Tragreserven aufweist, müsste eine zusätzliche Brücke gebaut werden. Darauf will die Gemeinde aus Kostengründen verzichten.

Mit einer Ummontage des Geländers kann der Weg auf 2,2 Meter verbreitert werden. Zudem sollen die Wege zur Schwimmbadstrasse und zur Brückenstrasse verbreitert werden.

Einwohnerratssitzungen: Baden, Dienstag, 14. Mai, 19 Uhr, Schulhaus Pfaffechappe; Wettingen, Donnerstag, 16. Mai, 19 Uhr, Rathaussaal.