Baden

Die elfte Ausgabe wurde eröffnet, ab sofort heisst es: «Bonjour Fantoche»

Gestern Abend ist vor zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland die 11. Ausgabe des Internationalen Festivals für Animationsfilm im Trafo Baden eröffnet worden. Frankreich steht dieses Jahr im Zentrum des Anlasses.

Für Cineasten ist die Wartezeit quälend. Wird das Fantoche-Festivals nach 12 Monaten im Trafo dann eröffnet, schweben die Fans des Animationsfilms auf Wolken. Nicht verwunderlich also, dass gestern Abend im Trafo glückliche Gesichter zu sehen waren. Alle bewegten sich – und setzten damit das um, was die 11. Ausgabe des Festivals als Motto ausgegeben hatte – ça bouge.

La Grande Nation, Frankreich, steht dieses Jahr im Zentrum des renommierten Anlasses. Nur logisch, dass an der Eröffnung quick im Wechsel zwischen Französisch und Deutsch parliert wurde. Die Schauspielerin und Sängerin Fabienne Hadorn führte mit dem Musiker Gustavo sowie dem Animationsfilmer Nils Hedinger durch den Abend mit einer witzigen Show, in die Musik, Animationsfilm und – Velos einflossen. Velos als Symbol für Bewegung, eben für: ça bouge.

Das Animationsfestival Fantoche ist eröffnet

Fantoche ist eröffnet

Diese Wörtchen hatten es Thomas Pauli, Leiter Abteilung Kultur des Kantons Aargau, angetan. Für Pauli, seit drei Wochen im Amt und in dieser Funktion «erstmals an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmend», waren sie Anlass auf seine Anfänge im Aargau vor 12 Jahren zurückzublicken. Der Kanton habe sich seither «grossartig entwickelt.» Anders gesagt: «In den Aargau ist Bewegung gekommen.»

Viele Besucher unter 20 Jahren

Auch Fantoche habe sich bewegt, was zweierlei belege: Das Festival verzeichne mittlerweile 35 000 Besucher, und: «2012 waren 17 Prozent der Besucher jünger als 20 Jahre. Zudem», doppelte Pauli nach, «wird 2013 erstmals eine Fantoche-Best-of-Tour stattfinden.» Mit einem Wort: «Fantoche ist Botschafter des Kantons Aargau.» Als solcher wird das Festival für Animationsfilm auch vom Bundesamt für Kultur wahrgenommen, was sich in einem namhaften Festival-Beitrag niederschlägt.

Fabienne Hadorn bat einen weiteren Gast aufs Podium: Monsieur Le maire, Stadtammann Geri Müller. Abstrampeln auf dem Velo musste er sich nicht. Er durfte in einem Liegestuhl Platz nehmen und genüsslich über das Festival und Baden – «eine lustvolle Stadt mit kreativen Menschen» – plaudern. Ob es denn ein Verhältnis gebe, wollte Hadorn wissen. «Natürlich habe ich zu Fantoche ein Verhältnis», sagte Müller lächelnd, erwähnte seine Zeit als Präsident des Fantoche-Vereins und freute sich über ein Festival, das sich «sehr gut und stark» entwickle.

Anders als Müller musste Laurent Steiert vom Bundesamt für Kultur neben Hadorn auf dem Velo Platz nehmen. Geübt in die Pedale tretend sprach er sich klar für das stetig erfolgreichere Festival aus, das Annette Schindler verantwortet.

Die künstlerische Leiterin und ihr 200-köpfiges Team «sind topfit für die kommenden Tage». Was kann Fantoche eigentlich bieten? «Wir fügen der Filmkultur etwas anderes bei». Zum Beispiel Filme aus Frankreich, der grossen Nation des Animationsfilms.

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