Turgi/Zezikon
Die Familie der ermordeten Isabela T.: «Dank Ihnen können wir Abschied nehmen»

Die Familie der ermordeten Isabella T. aus Turgi fährt nach Zezikon, um den Mann zu treffen, der die Leiche der Tochter gefunden hat. Sie hoffen, das Geschehene besser verarbeiten zu können.

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An dieser Stelle im Wald bei Zezikon TG fand Manfred Hunziker den Teppich, in dem eine Frauenleiche eingewickelt war.

An dieser Stelle im Wald bei Zezikon TG fand Manfred Hunziker den Teppich, in dem eine Frauenleiche eingewickelt war.

Die Aargauer Familie T. trifft in Zezikon TG Manfred Hunziker (78), der Tochter Isabella (†20) in einen Teppich eingerollt gefunden hat. Es ist ein schwerer Gang, zu dem sie den Blick eingeladen hat. «Ich möchte, dass dieser Fall nicht vergessen geht», begründet sie den Schritt.

Die tote Isabella aus Turgi wurde von Manfred Hunziker Ende Januar in einem Waldstück von Zezikon gefunden – ermordet. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Ein 36-jähriger Mann ist in Haft. Er wurde mit Isabella kurz vor ihrem Verschwinden am 3. November 2017 in Zürich gesehen.

Mutter Violeta T.

Mutter Violeta T.

Für Mutter Violeta T., ihre Familie und enge Freunde ist das Treffen mit dem Rentner der Versuch, den schrecklichen Verlust zu verarbeiten.

«Es gibt keine Worte dafür, wie dankbar wir sind. Dank Ihnen können wir Abschied nehmen. Gott sei mit Ihnen», wird Violeta T. vom Blick zitiert.

Für den 78-jährigen Thurgauer ist die Situation ebenfalls nicht einfach: «Das setzt mir schon zu, dieses schlimme Leid zu sehen.» (jk)