Wettingen
Die Firma des Wissens

2017 werden in Wettingen rund 2450 Jugendliche durch 280 Lehrpersonen unterrichtet. Um diesen Unternehmen zu führen, wird ein Geschäftsleiter eingesetzt.

Dieter Minder
Drucken
Teilen
Das Schulhaus Zehntenhof in Wettingen

Das Schulhaus Zehntenhof in Wettingen

Alex Spichale

«Es ist richtig, die Schulleitung zu professionalisieren, aber der Vorstoss dazu kommt sehr spät», stellte Reto Huber als Sprecher der Geschäftsprüfungskommission (GPK) fest. Bisher wurde die Schule durch die Schulpflege sowie die Schulleiterkonferenz geführt. Dazu kam das für die Schule und die Gemeindeverwaltung tätige Schulsekretariat.

Jetzt hat der Einwohnerrat beschlossen, per 1. Januar eine Geschäftsleitung einzusetzen. Zugleich hat er den Stellenplan um 60 Stellenprozent erhöht.

Auf Neuerungen vorbereitet

Für die Fraktion Forum 5430/EVP ist der Wechsel zur Geschäftsleitung der Grundstein für eine zukunftsfähige Schule, wie Holger Czerwenka sagte. Auch Esther Elsener (SP/WG) sprach sich für die neue Leitung aus. Sie warf aber die Frage auf, ob die Pensenerhöhung reiche.

Für die SVP sei der Zeitpunkt für eine neue Organisation unpassend, führte Sylvia Scherer aus. Die Partei will damit warten, bis der Kanton die angekündigten Änderungen eingeführt habe. Unter anderem hat das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) die Absicht geäussert, die Schulpflegen abzuschaffen.

«Mit der vorgeschlagenen Führungsstruktur sind wir gut auf Neuerungen des Kantons vorbereitet», sagte Vizeammann Studer. Ob und auf wann der Kanton möglicherweise die Schulpflegen abschafft, ist noch offen. «Es gibt noch nicht einmal einen Gesetzesentwurf dafür», ergänzte Studer.

Wie die Finanzkommission legen auch die FDP und die CVP Wert auf Kostenneutralität. Konkret bedeutet dies, dass die Entschädigungen für die Schulpflegemitglieder reduziert werden sollen, wenn die neue Geschäftsleitung installiert ist (siehe Text oben).

Die zeitliche Belastung der Schulpflegemitglieder dürfte zurück gehen. «Wettingen hat eine Schule mit guter Kultur und wenig Fluktuationen bei den Lehrerinnen und Lehrern», stellte Marie-Louise Reinert (EVP) fest. Deshalb forderte sie, dass die künftige Leitungsperson sorgfältig ausgewählt wird. Reinert warnte vor zu starken Einschränkungen.

Aktuelle Nachrichten